Von Cabo da Roca nach Wladiwostok - 16 000 km - Tagebuch

Eurasia-Challenge: Einbiegen auf die Zielgerade

Von Jonas Deichmann

Foto zu dem Text "Eurasia-Challenge: Einbiegen auf die Zielgerade"
| Foto: Jonas Deichmann

02.08.2017  |  Vor drei Tagen war es soweit - den ersten Guiness-Weltrekord hat der Münchner Ausdauer-Athlet Jonas Deichmann nach 25 Tagen, 3 Stunden und 38 Minuten geknackt: Die schnellste Rad-Durchquerung Europas von West nach Ost, von Cabo da Roca in Portugal nach Ufa in Russland.

Nun steht der nächste Rekord an: Die erste Rad-Durchquerung Europas und Asiens überhaupt - von Cabo da Roca bis nach Wladiwostok in Sibirien. 70 Tage hat Jonas insgesamt eingeplant; derzeit liegt er gut in der Zeit.

Los ging's am 2. Juli in Cabo, dem westlichsten Punkt Europas, auf eine 16 000 Kilometer lange Reise durch die größte zusammenhängende Landmasse der Welt. Jonas führt ein Tagebuch für radsport-news.com; hier das siebte Update.

28. Juli
Heute habe ich mir einen Erholungstag gegönnt, und bin gerade mal 90 km geradelt. Erst spät aus Ufa raus, und fühle mich sehr erholt. Die Landschaft haut mich immer noch um. Richtig schön, und es ist toll, so viele Eindrücke auf dem Weg sammeln zu können. Die LKWs haben mit den Anstiegen zu kämpfen. So musste ich im nicht asphaltierten Nebenstreifen fahren - denn ich war schneller, als so manches Auto neben mir.

29. Juli
Nun bin ich in der sibirischen Steppe angekommen. Nun ist es wieder komplett flach, und Sümpfe überall. Dazu noch starker Gegenwind. Ich fürchte, das wird wohl die nächsten 2000 km so sein. Dafür habe ich endlich mein russisches Leibgericht gefunden: Pelmeni (ähnlich wie Maultaschen oder Tortellini, d.Red.). Schmecken hervorragend, ich ernähre ich mich davon dreimal am Tag. Weil Pelmeni hier recht beliebt sind, bekommt man sie in jeder Stadt.

30. Juli
Heute habe ich Kurgan erreicht. Weil es hier so flach ist, komme ich wirklich supergut voran. Und weil die großen Städte hinter mir liegen, habe ich die Straßen fast für mich allein. Das hat natürlich auch seine Nachteile: Man langweilt sich dann doch ein wenig.

Trotzdem freue ich mich schon sehr, dass ich den zweiten Weltrekord wohl deutlich vor den angesetzten 70 Tagen schaffen werde. In ein paar Tagen bin ich schon auf dem transsibirischen Highway - sozusagen die Zielgerade nach Wladiwostok!
Euer Jonas

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