Kleiner Missklang beim Männer-Rennen

Deutsche Jedermann-Meisterschaften in Nidda etabliert

Von Joachim Logisch


Start der Amazonen bei den Deutschen Jedermann-Meisterschaften in Nidda.| Foto: Joachim Logisch

28.08.2017  |  (rsn) - Ideale Bedingungen bei den Deutschen Jedermann-Meisterschaften, die zum 2. Mal in Nidda (Hessen) ausgetragen wurden. Bei 25 Grad und leicht bedecktem Himmel machten sich rund 400 Teilnehmer auf die 23 Kilometer lange Runde, die von den Männern viermal und den Amazonen, wie sie hier genannt wurden, dreimal umrundet werden mussten.

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Kleiner Schönheitsfehler: Das Männer-Rennen endete mit einem Missklang. So gab es Einsprüche gegen die Wertung, weil ein Fahrer sich an einer Engstelle breit machte und so die Spitzengruppe aufhielt, während einer der Konkurrenten die Strecke verließ und sich außenherum einen Vorteil verschaffte. Er wurde schließlich diqualifiziert.

Abgesehen davon scheint Nidda mit Start und Ziel im überwiegend vorbildlich restaurierten Ortskern und der schönen Strecke durch den Vogelsberg wie geschaffen für die Austragung der "kleinen" Titelkämpfe. Dafür spricht auch der gesteigerte Zuspruch im Vergleich zum Debütjahr. "Wir sind deutlich besser besetzt als letztes Jahr. Die Meisterschaften haben sich etabliert. Wir sind grundsätzlich zufrieden. Auch wegen den äußeren Bedingungen hatten wir erfreulich viele Nachmeldungen", freut sich Organisator Kai Walter, der in Deuschland die Ironman-Serie im Triathlon gegründet hatte.

In Nidda versucht er wieder was Großes zu schaffen. "Auf diesen Erfolg würden wir gerne aufbauen. Wir wollen eine echte Deutsche Meisterschaft ausrichten. Deshalb ist auch in der Klärung, die Lizenzklassen von Seiten des Verbandes zu ändern, damit auch alle hier starten können", erklärt Walter.

Wie radsport-news.com erfuhr, war er schon ein Stück weiter. So sollten die Inhaber einer C-Lizenz in diesem Jahr in Nidda teilnehmen dürfen. Doch der Bund Deutscher Radfahrer zog die Genehmigung im letzten Moment wieder zurück.

Trotzdem will Walter die Titelkämpfe der Jedermänner und Frauen weiter ausrichten. "Wir hatten einen zwei Jahresvertrag. Wir wollen aber weitermachen", verspricht er.

Auch am Termin im August will Walter festhalten. "Mit dem späten Termin sind wir sehr zufrieden, weil die Leute so länger die Möglichkeit haben, in den Sommer hinein zu trainieren und dazu auch die Ferien nutzen können", erklärt der Radsport-Manager, der allerdings die große Konkurrenz durch den Ötztaler in Österreich und die kommende Wiederauflage der Deutschland Tour beachten muss, die kommende Saison ebenfalls an diesem Wochenende ausgetragen werden sollen.

Walter: "Ob wir exakt diesen Termin nutzen, ist noch nicht entschieden. Aber plus oder minus eine Woche sollte passen."

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