Touren-Tips vom ADFC zum Tag der Deutschen Einheit

Deutsche Einheit: Grenzenloses Rad-Vergnügen

Von Stephanie Krone

Foto zu dem Text "Deutsche Einheit: Grenzenloses Rad-Vergnügen"
Auf dem Berliner Mauerweg | Foto: w preß/ pressBureau.eu

29.09.2017  |  Auch für den Rad-Tourismus ebnete die Wiedervereinigung im Jahr 1990 den Weg: Die Deutschen haben die Schönheit ihres Heimatlands entdeckt, und auch bei internationalen Fahrrad-Touristen steht Deutschland hoch im Kurs.

Zum Tag der Einheit am Dienstag hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Touren zusammengestellt, auf denen man Typisches aus Ost und West erfahren und Stätten der deutschen Einheit erleben kann...

Wachtürme und Grenzanlagen
Die Geschichte der deutschen Teilung erleben – das geht am besten auf dem Berliner Mauerweg. Die Mauer teilte mehr als 28 Jahre lang die deutsche Hauptstadt, und trennte Westberlin fast unüberwindlich vom Staatsgebiet der DDR. Wer genau hinschaut, findet am Mauerweg Überreste der alten Grenzanlagen und Wachtürme. Gedenkstätten und Museen erinnern an persönliche Schicksale des Kalten Krieges.

Einmal quer durch Deutschland
Von der niederländischen bis zur polnischen Grenze führt die "D-Route 3" auf 960 Kilometern. Es geht quer durch das Münsterland, den Teutoburger Wald, das Weserbergland, den Fläming und die Märkische Schweiz. Flusslandschaften von Weser, Saale und Elbe, ein Biosphären-Reservat, sieben Unesco-Welterbe-Stätten und die Bundeshauptstadt liegen am Wegesrand - ein vielfältiger Querschnitt durch Deutschland.

Stocherkahn und Spreewald-Gurke
Der Spreeradweg führt auf 404 Kilometern von den Spree-Quellen in der Oberlausitz über Bautzen und Cottbus bis in das Biosphären-Reservat Spreewald mit seinen weitläufigen, teils verwunschenen Wasserarmen. Unbedingt probieren: Die typische Spreewald-Gurke, und eine Fahrt in einem der charakteristischen Holzkähne. Südlich von Berlin ist viel Raum für Erholung!

Gasometer und Fördertürme
Auf der "Route der Industrie-Kultur" per Rad kann man über 150 Jahre Industriegeschichte im Ruhrgebiet hautnah erleben. Die ADFC-Qualitäts-Radroute mit drei Sternen führt vorbei an Hochöfen, Zechen und Fördertürmen. Empfehlenswert für ausführliche Stops sind die Zeche Zollverein in Essen (Unesco-Weltkultur-Erbe) und die ehemaligen Erzbunker im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Diese und viele weitere Radrouten und Regionen stellt der ADFC in der Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ vor. Sie liegt kostenlos in vielen ADFC-Geschäftsstellen und bei Fahrradhändlern aus. Die Inhalte sind auch im Internet auf www.adfc.de/deutschland/alle-routen und als E-Paper verfügbar.

Stephanie Krone ist Pressesprecherin der Bundesgeschäftsstelle des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. in Berlin.

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