24-h-Bahn-Weltrekord - 14. Oktober - Grenchen (CH)

Christoph Strasser: träumt vom Mythos 1000-Kilometer-Marke

Von Martin Roseneder

Foto zu dem Text "Christoph Strasser: träumt vom Mythos 1000-Kilometer-Marke"
Christoph Strasser am vergangenen Freitag im Wiener Dusika-Stadion. | Foto: Martin Roseneder

11.10.2017  |  In drei Tagen geht's los: Am kommenden Samstag startet Christoph Strassers Projekt "24-Stunden-Bahn-Weltrekord", um punkt 13 Uhr im Velodrome Suisse in Grenchen (CH). Vergangenen Freitag absolvierte der österreichische Ultra-Radler im Wiener Dusika-Stadion die Generalprobe über sechs Stunden (rsn berichtete).

„Es lief sehr, sehr gut. Ich schaffte über ein Viertel der 24 Stunden
bei 251 Watt 252 Kilometer, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 km/h entsprach. Und die Bahn in Grenchen ist angeblich noch um einen km/h schneller als die in Wien. Das stimmt mich sehr zuversichtlich, dass ich im Idealfall 40 km/h durchhalten, und damit mehr als 960 Kilometer schaffen kann", hofft Strasser.

Ob die mythische 1000 Kilometer-Marke möglich ist? "Davon träume ich, aber ich bleibe bescheiden. Jeder Millimeter, mit dem ich den aktuellen Rekord übertreffen würde, wäre ein Erfolg“, beschreibt der vierfache Gewinner des Race Across America.

Sollte Strasser an der 1000-km-Marke kratzen,
entspräche das der Distanz von Graz nach Paris - innerhalb eines Tages, mit einem knappen 42er Schnitt. Die bisherige Bestmarke über 24 Stunden auf der Bahn hält der Slowene Marko Baloh, der 2010 in Montechiarri in Italien 903,76 Kilometer schaffte.

„Vor allem nach der Generalprobe am Freitag bin ich sehr zuversichtlich, dass ich einen neuen Rekord aufstelle. Auch meine Rückenprobleme pendelten sich nach rund zwei Stunden ein. Ich hoffe, das bleibt auch über die gesamte Distanz der Fall“, so Strasser.

Bei seinem Rekordversuch ab Samstag wird er,

abgesehen von Pinkelpausen, ununterbrochen fahren. „Der Zeitfahranzug wird nicht gewechselt, gegessen und getrunken wird am Rad. Stehen geblieben wird nur zum Pinkeln, oder bei technischen Problemen“, sagt Team-Chef Michael Kogler.

Zahlreiche Prominente aus dem Radsport werden am kommenden Wochenende den Rekordversuch verfolgen, darunter Tony Martin, Stefan Denifl, Matthias Brändle oder sein Landsmann Bernhard Eisel.

Strasser: „Das ehrt mich total, dass mir so viele Profis
die Daumen drücken. Und zwei Wochen nach dem Weltrekordversuch in Grenchen bin ich bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu einer Audienz in die Hofburg eingeladen. Das zeigt mir, dass das Ultra-Cycling keine Randerscheinung mehr ist!“

Martin Roseneder ist Pressesprecher von Christoph Strasser.

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