Indoor-Cycling mal anders

Eine virtuelle Reise zum Nove Colli

Von Oliver Knott

Foto zu dem Text "Eine virtuelle Reise zum Nove Colli"
| Foto: International Cycling Film Festival

02.03.2018  |  Servus, ich bin's, der Oliver. Ihr erinnert euch vielleicht: Letztes Jahr hatte ich viermal das Vergnügen, euch von internationalen Jedermann-Rennen zu berichten. Aber jetzt im Februar ist auch für einen ambitionierten Hobbyradler nicht die Zeit, Rennen fahren; fleißig auf der Rolle trainieren ist derzeit angesagt.

Da aber nicht nur die Muskeln, auch die Finger trainiert
sein wollen, habe ich mir mal die Zeit genommen, um euch von einer Trainingseinheit der etwas anderen Art zu berichten: einer virtuellen Rennrad-Runde in Oberitalien, auf einem Indoor-Bike.

Indoor-Cycling ist eigentlich so gar nicht meine Sache. Ich liebe es, draußen in der freien Natur zu sein, mir den frischen, im Winter auch kalten Wind um die Nase wehen zu lassen. Da der bayerische Winter jedoch recht unberechenbar ist, bin ich viel im Fitness-Studio, um auf dem Indoor-Cycling-Rad wenigstens ein paar „Weihnachts-Kalorien“ zu verbrennen.

Um das Ganze mal etwas spannender zu gestalten,
habe ich zusammen mit dem Besitzer des "New Mountains"-Fitness-Studios in Moosburg und dem RSV Moosburg vor zwei Wochen eine Cycling-Session der etwas anderen Art auf die Beine gestellt: ein virtueller Ausflug zum renommierten Jedermann-Rennen "Nove Colli" in Oberitalien. Nicht auf Zwift oder Ähnlichem, nein, Cycling zu realen Bildern war das Motto.

Als Basis diente die achtstündige Video-Aufnahme meiner Garmin-Virb-Lenker-Kamera von der langen Strecke des Nove Colli, an dem ich mit einigen befreundeten Radsportlern des RSV Moosburg bereits mehrfach teilgenommen hatte. Dank der Aufzeichnung konnten die kompletten 210 Kilometer den 20 Teilnehmern hautnah vorgeführt werden.

Die Emotion dieses Rad-Klassikers wurde so virtuell
in die Heimat transferiert. Verstärkt durch begleitende Musik, die in ihrem Takt auf die einzelnen Streckenabschnitte mit ihren schwierigen Steigungen und rasenden bergab Passagen angepasst war, wurde in zwei Etappen kräftig in die Pedale getreten.

Am Samstagnachmittag ging es vom Start bis zur Streckenteilung, bei der sich die Radsportler im echten Leben für die Fahrt Richtung Ziel oder die lange Runde entscheiden. Am nächsten Morgen traf man sich zur zweiten Vier-Stunden Etappe. Von der Streckenteilung waren noch fünf virtuelle Berge bis zum Erreichen des Ziels in Cesenatico zu absolvieren.

Ein Teil der fleißigen Radler entschied sich bereits vorab,
mich auf der gesamten Strecke zu begleiten. Für weniger geübte, oder zeitlich limitierte Sportler waren die Indoor-Räder auch stundenweise zu „buchen“. So konnte mal jung und alt, schnell und langsam gemeinsam ausfahren, ohne dass jemand verloren ging.

Die Resonanz der Teilnehmer war ausgesprochen positiv, und nebenbei konnten noch einige Euro für die Jugendarbeit im Verein gesammelt werden. Ein lohnendes Projekt - und der Kondition hat es sicherlich auch nicht geschadet: Schließlich sind acht Stunden Radeln an einem Wochenende in heimischen Gefilden nicht alltäglich...

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