22. bis 28. Juli - Bozen - 6 Etappen

Giro delle Dolomiti: mit Quinziato, Fondriest, Ludewig, Kummer

Foto zu dem Text "Giro delle Dolomiti: mit Quinziato, Fondriest, Ludewig, Kummer"
| Foto: girodolomiti.com

14.06.2018  | 

(rsn) - Den Sonntag, 22. Juli haben sich viele Radfahrer seit Monaten rot im Kalender angestrichen. Es ist der Tag, an dem die 42. Dolomiten-Radrundfahrt mit dem ersten Teilstück auf den Jaufenpass (163 km/ 1859 Höhenmeter) beginnt.

Der Giro delle Dolomiti, der bis zum 28. Juli dauert und insgesamt sechs Etappen
umfasst, hat sich in mehr als 40 Jahren zu einem der schönsten Amateur-Strassenrad-Events entwickelt. Das internationale Starterfeld bestreitet eine Woche lang (oder nach Wahl auch drei Tage) kontrolliertes Tempofahren, aber auch freie Fahrt – und alles immer von Bozen aus.

Der veranstaltende gemeinnützige Verein ASD Giro delle Dolomiti/ Dolomiten-Radrundfahrt wurde vor mehr als 40 Jahren in Bozen gegründet. Seither hat der Verein jedes Jahr diese Radwoche organisiert.

Um wirklich jedem Radsportler eine Teilnahme zu ermöglichen,
gibt es neben der gesamten Woche auch Ein- oder Drei-Tages-Tickets. Immer im demselben Hotel untergebracht - das garantiert erholsame Nächte und logistische Einfachheit.

Die Pässe Stelvio, Sella, Pordoi, Seiser Alm und vieles mehr werden dieses Jahr erklommen. Schöne gemeinsame und unterhaltsame An- und Abfahrten durch das Überetsch, Burggrafenamt und Eisacktal sind ebenso dabei. Mehr technische Details, mehr Streckenposten, mehr Umweltbewusstsein ebenfalls.

"Die dieses Jahr gefahrene Gesamtstrecke
würde uns bis nach Rom bringen und höher als den Mount Everest!", stellt der engagierte OK-Chef Simon Kofler begeistert fest. Er konnte zudem für die 42. Ausgabe des Etappen-Rennens Manuel Quinziato als Botschafter gewinnen.

Der Ex- Rad-Profi aus Bozen wird bei der diesjährigen Ausgabe des Giro nicht nur die dritte Etappe und somit die Umrundung des Sella-Stocks mitfahren (24. Juli), sondern am Ruhetag (25. Juli), im Rahmen des „InGiro“ allen Medienvertretern und Radsport-Interessierten Rede u nd Antwort stehen.

Manuel Quinziato war einer der erfolgreichsten Rad-Profis
Südtirols. Er bestritt, unter anderem im Dress des amerikanischen Rennstalls BMC Racing Team, mehrmals den Giro d’Italia, die Tour de France und die Vuelta a Espana. Im Jahr 2011 war er als Edelhelfer am Tour-Sieg des Australiers Cadel Evans beteiligt, dem er als „Wasserträger“ wertvolle Dienste erwies.

Auch bei Weltmeisterschaften war der Bozner überaus erfolgreich, wie etwa seine beiden Titel im Mannschaftszeitfahren (2014, 2015) belegen. Im vergangenen Jahr hat Quinziato, der im Laufe seiner Karriere außerdem für die Teams Liquigas, Saunier Duval-Prodir, Lampre und Lampre-Daikin fuhr, seine Profi-Laufbahn beendet. Mittlerweile arbeitet der 38-Jährige als Radsport- Manager.

Manuel Quinziato erklärte sich sofort bereit, als Botschafter
für die Dolomiten- Radrundfahrt aufzutreten: „Ich bin meiner Heimatstadt Bozen sehr verbunden, wo sich Start und Ziel des Giro delle Dolomiti befinden. Südtirol ist ein perfektes Gebiet, um mit dem Rennrad zu fahren. Auch weil ich die Berge, allen voran die Dolomiten, sehr liebe.

Ich freue mich bereits auf die Umrundung des Sella-Stocks und hoffe, dass ich im Rahmen der Gesprächsrunde beim InGiro möglichst viele interessierte Radsportfans mit meinen Erzählungen begeistern darf“, erklärt Manuel Quinziato.

Manuel ist übrigens nicht der einzige Ex-Profi,
der im 800 Radsportler starken Starterfeld an mindestens einer Etappe teilnehmen wird. So ist mit dem Trentiner Maurizio Fondriest der Weltmeister von 1988 dabei, der als Marken-Botschafter des Giro-Partners Alpecin auftritt.

Mit Mario Kummer (Deutschland) wird sich auch der Olympia-Sieger im Mannschaftszeitfahren von 1988 (Seoul) den Giro delle Dolomiti nicht entgehen lassen. Kummers Landsmann Jörg Ludewig, heute Sportmarketing-Leiter bei Alpecin, war 1993 Vize-Weltmeister im Mannschaftszeitfahren, und wird ebenfalls auf einen Kurzbesuch vorbeischauen.
JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Rügen Challenge (GER, 21.10.)