Neues Testverfahren - Zusammenarbeit mit Garmin und GebioMized

Staps getAero: Die “Aero-Revolution“ im Radsport

Von Björn Geesmann

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| Foto: Staps

25.08.2018  | 

Mit dem Thema der Aerodynamik und der Optimierung von Wettkampfleistungen über die Verringerung des Luftwiderstands beschäftigt sich Staps bereits seit über zehn Jahren. Vor allem im Profi-Radsport haben wir damals mit Positions- und Material-Veränderungen experimentiert und überprüft, welche Veränderungen davon sich wie auf die Leistung bei vorgegebener Geschwindigkeit auswirken.

Mit unserem revolutionären Testverfahren getAero haben wir in den letzten Jahren
modernste Technologien von Garmin und GebioMized mit unserem Know-How und unserer Expertise verknüpft. Herausgekommen ist ein Optimierungs-Prozess, der nicht nur bereits Jan Frodeno, Patrick Lange oder das Profi-Team Katusha-Alpecin schneller gemacht hat.

Auch Amateur-, Alterklassen- und Hobby-Athleten profitieren von dem Verfahren, bei dem uns nicht nur die reine Aerodynamik, sondern vor allem auch der Komfort und die Stabilität auf dem Rad wichtig ist.

Warum dieses Testverfahren revolutionär ist?
Weil niemand bisher Aerodynamik und Biomechanik so miteinander kombiniert hat und Aero-Optimierungen ganzheitlich betrachtet. Der Kampf gegen den Luftwiderstand wird nicht nur im Zeitfahren und im Triathlon, sondern auch im Straßenradsport immer wichtiger.

Geht es um Spitzenleistungen, Zeitersparnisse oder ganz einfach um die bestmögliche Performance im Wettkampf, ist die Aerodynamik des Sportlers ein ganz entscheidender Faktor. Wurde früher im Radsport nur Aerodynamik nur mit Zeitfahren „verbunden“, ist man sich mittlerweile auch der enormen Einspar-Potentiale beim klassischen Straßenrennen bewusst.

Wenn beispielsweise ein Fahrer bei der Nachführarbeit
an der Spitze des Felds fährt, um eine Fluchtgruppe einzuholen, zählt jedes eingesparte Watt beim Luftwiderstand. Ergebnis: Der Athlet kann dann bei gleicher Leistung schneller fahren. Übrigens: Schon ab geringen Geschwindigkeiten sind die Einsparungen relevant.

Vor zehn Jahren haben wir im Vergleich zu heute noch mit „old school“-Methoden gearbeitet: Die Räder wurden mit einem SRM-Powermeter ausgestattet, die zu fahrenden Geschwindigkeiten im Velodrom wurde dem Athleten vorgegeben und mittels Trillerpfeife wurde ihm signalisiert, ob er zu schnell oder zu langsam unterwegs war. Nach jedem Testlauf wurde kontrolliert, ob der Athlet weniger Leistung bei gleicher Geschwindigkeit benötigte.

Vorbei sind heute diese Zeiten, in denen Fahrer
mit einer bestimmten Geschwindigkeit von 40 oder 45 km/h auf dem Oval kreiseln mussten, um aerodynamische Fortschritte zu dokumentieren. Vor rund drei Jahren durften wir von Staps an der ersten Revolution im Bereich der Aerodynamik-Optimierungen mitarbeiten: dem Alphamantis Track Aero System.

Diese moderne Technik macht es möglich den Luftwiderstand, CdA, in Echtzeit zu ermitteln, während der Fahrer auf dem Rad sitzt. Dabei ist es egal in welcher Geschwindigkeit er unterwegs ist. Mittels einer sogenannten Bridge, die am Rad befestigt wird, lassen sich die Daten wie Leistung, Tritt- und Herz-Frequenz direkt schnurlos übertragen und es kann live verfolget werden, welche Veränderung wie viel Watt einsparen.

Dieses System ermittelt den Luftwiderstand in Echtzeit
unter Berücksichtigung von Systemgewicht, Leistung des Athleten, Luftdichte und Bahn-Geometrie. Von der Messtechnik und der mobilen Verwendung war auch das US-amerikanische Unternehmen Garmin so begeistert, dass er das kanadische Unternehmen in sein Portfolio aufnahm.

Früher hat man sich hauptsächlich um die Aerodynamik gekümmert und die biomechanischen Aspekte haben nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Aber mittlerweile erkennt man, dass nicht nur die Kraftübertragung, sondern auch die Stabilität und der Komfort ganz entscheidende Faktoren sind, die sich gegenseitig beeinflussen.

Im Einzelnen sind das die Kraftübertragung am Pedal,
die Aerodynamik im Cockpit und die Stabilität im Sattel. Verändert man einen dieser Kontaktpunkte, greift man in das System ein. Daher haben wir uns in den vergangenen Monaten Gedanken gemacht, wie wir unser Wissen und unser Know-how über Aerodynamik und Performance noch besser in den Radsport und Triathlon transferieren können - damit auch Jedermann-, Hobby- und Amateur-Sportler den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen können.

Das Suchen und Finden der optimalen Aero-Position ist ein Prozess, der mit einem kleinen Physio-Check in unseren Bike-Fitting-Laboren beginnt und mit der Suche nach dem letzten Watt bei der Wahl des schnellsten Anzugs oder Helms aufhört.

Staps getAero ist ein einzigartiges Testverfahren,
das nicht nur Profi-Sportlern zu einer aerooptimierten Position verhilft, sondern auch Hobby- und Amateur-Radsportler dabei unterstützt, ihren Luftwiderstand zu verringern und ihre optimale Aero-Position zu finden.

Björn Geesmann ist Geschäftsführer von Staps.

 
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