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Man sollte sich gezielt über drei Monate hinweg mit durchschnittlich zehn Stunden Radtraining pro Woche auf eine solche Fahrt vorbereiten, denn der Pyrenäen-Kurs ist in etwa so anspruchsvoll wie eine schwere Alpentour über die Grandes Alpes. Wer schon mal eine solche Alpentour gut überstanden hat, sollte in gleicher Verfassung auch die Pyrenäen bewältigen können. Erfahrungen in alpinem Gelände wären für die kommenden Strapazen jedenfalls eine gute Voraussetzung.
Die Anstiege und Abfahrten in den Pyrenäen mit oft kilometerlangen 10 und mehr Prozent Steigung beziehungsweise Gefälle sind oft wesentlich schwieriger als in den Alpen. Um möglichst kräfteschonend über die Berge zu kommen, sollte man eine Minimalübersetzung wählen. Tyler Hamilton etwa fuhr während seiner siegreichen Pyrenäen-Etappe auf der Tour 2003 eine 36:25-Übersetzung am Col Bagarguy (siehe Etappe 6). Nur ein sehr guter Bergfahrer mit belastbaren Gelenken und Bändern kann diese Tour mit 39:27 bestreiten. Leichter und lockerer geht es zum Beispiel mit einer Dreifach-Kurbel und 27er-Cassette.
Wichtig ist es, vor der Tour die Felgenbänder und die Reifen zu überprüfen. Letztere sollten nicht unter 23 Millimeter aufweisen. Latex- und Butyl-Schläuche mit weniger als 65 Gramm dürfen nicht verwendet werden; sie sind den thermischen Belastungen langer Passabfahrten nicht gewachsen und können zu lebensgefährlichen Schlauchplatzern führen. Empfehlenswert ist es auch, einen neuen Satz Bremsbeläge zu montieren, da die Bremsen bei Passabfahrten, insbesondere auf nasser Straße stark verschlissen werden.
Organisierte Rennrad-Touren
Die Pyrenäen-Tour findet zumeist Mitte Juni bei angenehmen Frühlingstemperaturen um die 20 Grad statt. Die Route kann alleine, zu zweit, am besten jedoch organisiert in der Gruppe erradelt werden. Die Etappen sind so geplant, dass sie in etwa ein gleichbleibendes Niveau aufweisen und man sich die Kräfte gut einteilen kann.
Verschiedene Veranstalter organisieren attraktive Wochen-Tourenprogramme mit Vollservice (Touren-Guide, Mechaniker, Begleitfahrzeug mit Verpflegung, Werkzeug, Zusatzausrüstung, Ersatzmaterial, GPS-Navigationssysteme, Shuttle-Service). Die Unterkunft erfolgt in ausgesuchten 3- oder 4-Sterne-Hotels im Doppelzimmer mit Halbpension. Das Gesamtpaket für eine Wochentour kostet etwa 1450 Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollte man frühzeitig buchen, in der Regel drei Monate vor Beginn der Reise.
(rh)
Routenbeschreibung nach alpenrennradtouren.de von Gerd Balser
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