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Ein Sechstagerennen ist mehr als ein reiner Sportwettkampf. Die Mischung aus Show und Rennsport macht das spezielle Flair des Winterbahnspektakels aus. Die verschiedenen Disziplinen, in denen die Aktiven auf der Bahn gegeneinander antreten, spiegeln auch den Showcharakter der Sixdays wider. Doch am Ende wird nach rein sportlichen Gesichtspunkten abgerechnet.
Die Große Jagd
In Mittelpunkt eines Sechstagerennens steht die Große Jagd. Der 60-minütige Wettbewerb ist die Kerndiszipilin der Sixdays, ein Zweier-Mannschaftsrennen, das bei internationalen Meisterschaften in Anspielung auf die ersten Sechstagerennen in New York „Americaine“ bzw. „Madison“ genannt wird. Hier findet das typische Ablösen statt. Ziel der Teams ist es, möglichst viele Rundengewinne in der Stunde zu erzielen. Bei Zwischensprints und dem Schlussspurt werden Punkte vergeben, die zur Gesamtwertung gezählt werden.
Die Kleine Jagd
Um die Veranstaltungen für das zwischen Imbissständen, Showrooms und der Holzbahn umherwandernde Publikum interessanter zu machen, werden nicht mehr – wie früher üblich – zwei große Jagden an einem Abend gefahren. Stattdessen wird eine etwa 30-minütige Handicap-Jagd, auch Kleine Jagd genannt, ausgetragen. Die Fahrer wissen übrigens nicht genau, wie lange das Rennen dauert, d.h. sie müssen immer hellwach sein, dürfen sich nicht darauf verlassen, dass sie eine verlorene Runde schon wieder aufholen werden, sollten sich nicht zu früh verausgaben.
Das Derny-Rennen
Fester Bestandteil des Sechstagerennens sind die Schrittmacherwettbewerbe. Wenn es laut wird in der Halle und es beginnt nach Abgasen zu riechen, wissen die Fans, es ist Derny-Zeit. Die Rennfahrer ordnen sich hinter ihren Schrittmachermotorrädern ein. Wieder geht es darum, Rundengewinne zu sammeln. Überholt werden darf nur auf der Außenspur. Wer sich inner durchwursteln will, wird aus dem Rennen genommen. Am Ende gibt es wieder einen Sprint dessen Punkte zur Gesamtwertung gezählt werden.
Der Balustradensprint
Dabei handelt es sich um einen wahren Augenschmaus. Wie an einer Perlenkette aufgereiht pedaliert das Fahrerfeld am oberen Bahnrand. Im Rhythmus der Musik wechseln sich die Fahrer in der Führung ab. Wenn die La-Ola-Welle durch die Zuschauer dargestellt wird, dann fahren auch die Piloten in Schlangenlinien. Das .
Das Ausscheidungsfahren
Das Fahrerfeld fährt scheinbar gelangweilt im Kreis herum. Alle fünf Runden jedoch gibt es einen Massensprint. Showspektakel endet nach 15 Runden mit einem Massensprint. Wer als letzter über die Ziellinie fährt, muss ausscheiden. Am Ende streiten sich zwei Fahrer um den Sieg und damit um Punkte für die Gesamtwertung.
Die Gesamtwertung
Am Ende der Veranstaltung werden Rundengewinne und Punkte der Zweierteams zusammengezählt. Bei Rundengleichheit werden die Punkte zur Wertung hinzugezogen.
(ar)
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