Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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26.05.2001 - Ansbach (dpa) - Erik Zabel hat die Bayernrundfahrt weiter fest im Griff. Auf der fünften Etappe von Aichach nach Ansbach holte sich der 30-jährige Sprinter aus Unna vom Team Telekom bereits seinen dritten Sieg in Serie und verbuchte seinen zehnten Tageserfolg bei dem Radrennen bei seiner fünften Teilnahme.
Nach den Siegen in Erding und Aichach stellte der Sprinter auch seine Ausnahmestellung unter Beweis, als nach 201,5 km und 4:41:43 Stunden das geschlossene Fahrerfeld über den Zielstrich spurtete. Rudi Kemna (Niederlande/Batavus) und der junge Sebastian Siedler aus dem Bayern Team blieb auf den Plätzen 2 und 3 wie den Kollegen am Vortag allerdings nichts anders übrig, als dem Weltcup-Sieger des Vorjahres zu gratulieren.
Damit führt Erik Zabel die Sprintwertung um das Blaue Trikot weiterhin klar an. Jens Voigt (Grevesmühlen), der mit dem Hauptfeld das Ziel erreichte, liegt auch vor der Schlussetappe nach Forchheim an der Spitze der Gesamtwertung. Er könnte damit als erster Fahrer bei der 22. Auflage der Rundfahrt seinen Sieg aus dem Vorjahr verteidigen.
Derweil sieht Zabel seine Rolle als Sprinter-König durchaus zwiespältig: «Wenn ich in Deutschland starte, sind die Anforderungen natürlich besonders groß. Jeder erwartet einen Sieg von mir, da ist es einfach nicht möglich, ein Rennen einfach auch mal ruhiger anzugehen. Nachdem nächste Woche bereits die Deutschland Tour startet, würde ich mir für die letzte Etappe ein bisschen Ruhe wünschen.»
Dabei sah es lange Zeit gar nicht danach aus, als würde es wieder zu einer Massenankunft kommen. Nach einer hektischen Anfangsphase mit zahlreichen Attacken und Ausreißversuchen setzte sich nach 50 Kilometern ein vielversprechendes Trio vom Feld ab. Jens Heppner (Gera), Bart Voskamp (Niederlande) und Alexandar Nikacevic (Jugoslawien) harmonierten hervorragend an der Spitze und hielten das Tempo konstant bei über 43 km/h.
Mit knapp fünf Minuten Vorsprung schien diese Gruppe einem sicheren Sieg entgegen zu fahren, zumal die Hauptarbeit im Feld wieder nur von der Mannschaft des Spitzenreiters, Credit Agricole, geleistet wurde. Erst 40 Kilometer vor dem Ziel schmolz der Vorsprung dahin. Auf der vorletzten der vier Zielrunden um Ansbach mussten sich Heppner, Voskamp und Nikacevic schließlich geschlagen geben.
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