Oman-Rundfahrt als Vorbereitung auf die Klassiker

Kristoff sieht sich "in einem fast deutschen Team"

Von Daniel Brickwedde


Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) bei der Pressekonferenz vor dem Start der Oman-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

13.02.2017  |  (rsn) - Zu Saisonbeginn führt kein Weg an Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) vorbei. Zumindest ist das die Erkenntnis der vergangenen Jahre. Kaum ein Profi gewinnt in dieser frühen Phase der Saison so oft wie der Norweger. Ob in Europa oder in den Arabischen Emiraten: Zwischen Februar und April ist bei fast jedem Rennen mit Kristoff zu rechnen.

Mit einem Etappensieg beim Etoile de Bessèges begann auch dieses Jahr  erfolgreich für den 29-Jährigen. Nun will Kristoff bei der anstehenden Tour of Oman (14. - 19. Feb. / 2.HC) weitere Siege folgen lassen.

Und doch ist 2017 einiges anders: Mit der Absage der Katar-Rundfahrt fiel ein wichtiges Rennen in seinem Programm weg und auch sein Umfeld ist rundum erneuert worden. "Das Team hat sich schon verändert. Es ist fast ein deutsches Team", erklärte Kristoff Montag in Oman.

"Die Meetings werden zwar immer noch auf Englisch abgehalten, am Tisch, beim Essen, besonders an meinem, wird aber fast ausschließlich Deutsch geredet", so Kristoff weiter. Sportlich sieht er die neue, internationalere Ausrichtung von Katusha aber nicht als Schwächung. "Wir haben jetzt sogar mehr Power, vor allem, wenn es darum geht, das Feld zu kontrollieren und mich vorne abzuliefern. Ich glaube, dass wir da besser geworden sind", glaubt er.

Kristoffs große Ziele sind wieder die Klassiker. Ein Frühjahr wie 2015 strebt er an, in dem er die Flandern-Rundfahrt gewann und bei Mailand-Sanremo als Zweiter knapp die Wiederholung seines Vorjahressieges verpasste. Die nötige Form will der Skandinavier sich dazu wieder bei den Rundfahrten im Mittleren Osten holen. Diesmal allerdings ohne die Katar-Rundfahrt, bei der er in den vergangenen beiden Jahren insgesamt sechs Etappensiege feierte.

"Es ist schon schade. Da hatte ich bei fast jeder Etappe Siegchancen. Katar war als Klassikervorbereitung besonders gut, wegen der vielen Positionskämpfe und der Härte", kommentierte er die Absage. Bei der Tour of Oman sieht er seine Chancen nicht ganz so euphorisch. "Hier kommen für mich nur die erste und die letzte Etappe infrage", glaubt der zweimalige Tour-de-France-Etappensieger.

Seine Bilanz am Persischen Golf ist mit vier Tagessiegen aus den vergangenen drei Jahren allerdings nur geringfügig schlechter als die in Katar. Entsprechend dürfte es auch 2017 in Oman gut um Kristoffs Chancen bestellt sein. Schließlich ist Saisonbeginn.

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