Rückzieher nach Kritik

Ullrich wird doch nicht Sportlicher Leiter bei Rund um Köln


Artur Tabat und Jan Ullrich am Start von Rund um Köln 2016 | Foto: Cor Vos

19.05.2017  |  Köln (dpa) - Die geplante Rückkehr von Jan Ullrich in den Profi-Radsport findet doch nicht statt. Der 43-Jährige sollte als Sportlicher Leiter beim 101. Rund um Köln am 11. Juni fungieren. Nach heftiger Kritik kam nun der Rückzieher. "Viele Radsportbegeisterte, Medien und auch Sponsoren haben sehr positiv auf diese Ankündigung reagiert. Einige wenige Medien können aber offensichtlich nicht damit umgehen, daher trete ich nach Rücksprache mit dem Veranstalter von dem Posten zurück. Schließlich will ich dem Rennen nicht schaden", teilte der einzige deutsche Tour-de-Fance-Sieger auf Facebook mit.

"Jan sollte repräsentative Aufgaben übernehmen und ich wollte ihm eine zweite Chance gegeben", sagte Artur Tabat, der das Rennen seit 44 Jahren mit viel Herzblut organisiert. Seine "Berater" hätten ihm über diese Bemerkung hinaus Redeverbot erteilt, sagte Tabat am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Er war im Zusammenhang mit der Ankündigung von Ullrichs Verpflichtung wegen der Verharmlosung von Doping in die Kritik geraten.

Ullrich gewann 1997 als erster und bisher einziger deutscher Radprofi die Tour de France. 2007 trat der gebürtige Rostocker im Zusammenhang mit dem Fuentes-Skandal vom Radsport zurück. 2012 wurde Ullrich vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Dopings zu einer zweijährigen Dopingsperre verurteilt.

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