Pech oder falsches Hinterrad?

Degenkolb: "Es ist nur frustierend"


John Degenkolb (Trek-Segafredo) | Foto: Cor Vos

15.06.2017  |  (rsn) - Nur einen Sieg hat John Degenkolb (Trek-Segafredo) bisher in diesem Jahr eingefahren. Am 2. Februar gewann der Oberurseler die 3. Etappe der Dubai-Tour. Seinen ersten Erfolg auf europäischem Boden wollte er gestern bei der 5. Etappe der Tour de Suisse holen. Doch das Unternehmen endete mit Rang 12 hinter Sieger Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und großer Enttäuschung.

"Es ist nur sehr frustrierend. Ich bin sehr enttäuscht, meinem tollen Team keinen großen Sieg liefern zu können", klagte Degenkolb nach dem Zieleinlauf.

Dabei war alles bis zum Teufelslappen nach Wunsch verlaufen. "Wir haben einen guten Job abgeliefert, um den Massensprint  sicherzustellen. Wir haben alles kontrolliert, bis 500 Meter vor Schluss lief alles perfekt. Dann weiß ich nicht, ob ich Pech hatte, oder eine falsche Entscheidung traf. Doch am Ende hatte ich das falsche Hinterrad", schildert der Gewinner der Monumente Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix, der sich Trentins Windschatten ausgesucht hatte, während Sagan sich an Nikias Arndt (Sunweb) anhängte. Degenkolb: "Trentin hatte noch einen Teamkollegen vor sich. Plötzlich musste er reagieren und ich bremsen. Ich wäre fast gestürzt."

Auch bei den beiden ersten Massensprints war Degenkolb leer ausgegangen. Auf der 2. Etappe hatte der Klassikerspezialist Rang 13 belegt, auf der Dritten war er immerhin auf Rang drei gesprintet.

"Heute hatten wir eine Gelegenheit mit John (Degenkolb) im Sprint, aber es hat wieder nicht geklappt, wie wir es wollten. Es gibt nichts, was wir tun können. So ist es manchmal", nimmt's Degenkolbs Sport-Direktor Kim Andersen mit Gleichmut.

Auf den vier verbleibenden Tagesabschnitten der Tour de Suisse wird es wohl keinen Massensprint mehr geben. Vielleicht hat Degenkolb aber am Ende der 8. Etappe rund um Schaffhausen noch eine Chance?

 

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