WM-Medaille in Bergen knapp verpasst

Für Trentin ist Platz vier "nur schwer zu akzeptieren"


Matteo Trentin (li.) im Zielsprint des WM-Straßenrennens von Bergen | Foto: Cor Vos

24.09.2017  |  (rsn) - Vor dem WM-Straßenrennen war hier und da auch Matteo Trentin als Kandidat auf eine Medaille genannt worden. Eine starke Vuelta a Espana des Italieners mit vier Etappensiegen hatte aufhorchen lassen und auch das Klassikerprofil der Strecke in Bergen kam seinen Fähigkeiten nicht ungelegen. Und tatsächlich mischte Trentin im Finale vorne mit, war im Schlusssprint dabei – und landete schließlich hinter Peter Sagan, Alexander Kristoff und Michael Matthews auf dem undankbaren vierten Platz.

Für Trentin unmittelbar nach dem Rennen "eine große Enttäuschung. Ehrlicherweise habe ich nicht mit dem Sieg gerechnet. Als Sagan und Kristoff ihren Sprint eröffneten, waren wir anderen distanziert. Aber ich hatte die Beine, um Matthews im Kampf um Bronze zu schlagen und diese Chance verpasst zu haben, ist nur schwer zu akzeptieren", erklärte der Quick-Step-Profi, der im kommenden Jahr zur australischen Equipe Orica-Scott wechselt.

Trentin war nach seiner jüngsten Erfolgsserie als Kapitän der Italiener ins Rennen gegangen und seine Mannschaft zeigte sich während der 267,5 Kilometer als Aktivposten. Zunächst beschäftige Alessandro De Marchi drei Runden vor Schluss das Feld mit einer Attacke, dann zog Gianni Moscon mit dem Franzosen Julian Alaphilippe auf den letzten zehn Kilometern davon. Im Schlusssprint konnte Trentin zudem auch auf Moscon und Alberto Bettiol als Unterstützung zählen. Entsprechend gab er auch zu: "Ich denke, wir sind nahezu perfekt gefahren". Nur das Resultat stimmte den 28-Jährigen nicht glücklich.

Trotzdem wird auch der Italiener seinen vierten Platz mit ein wenig Abstand als Bestätigung seiner derzeitigen Entwicklung hin zu einem der besten Eintagesspezialisten sehen können. Anzeichen dafür ließ Trentin bereits nach dem Rennen in Bergen erkennen: "Ich muss mich weiter verbessern. Ich war da, aber es hat nicht gereicht. Es ist ein guter Ausgangspunkt, sich zu verbessern. Aber es gibt viel Arbeit zu tun.". Enttäuschung kann eben auch Motor zur Verbesserung sein.

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