"Solche Fahrer brauchen kein Extra-Geld"

Giro-Chef Vegni: Keine Antrittsgage für Froome

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Peilt WM-Gold im Zeitfahren an: Chris Froome (Sky) | Foto: Cor Vos

04.10.2017  |  Mailand (dpa) - Giro-Direktor Mauro Vegni will Chris Froome (Sky) den Start bei der kommenden Italien-Rundfahrt nicht mit einer opulenten Antrittsgage schmackhaft machen.

"Ich glaube nicht, dass Fahrer wie Froome oder Armstrong engagiert werden müssen. Solche Fahrer brauchen kein Extra-Geld", sagte der Italiener der Nachrichtenagentur AP und nahm Bezug auf 2009. Vor acht Jahren hatte Armstrong in Italien nach AP-Informationen von den Giro-Organisatoren für seine Startzusage eine Antrittsgage von einer Million US-Dollar erhalten.

Froome könnte bei der 101. Italien-Rundfahrt, die am 4. Mai in Jerusalem startet, die dritte GrandTour in Serie gewinnen und damit Geschichte schreiben. Der Brite hat seinen Rennplan 2018 aber noch nicht festgelegt. Zwischen dem Giro-Ende und dem Beginn der wegen der Fußball-WM um eine Woche nach hinten verschobenen Tour de France, die Froome zum fünften Mal gewinnen will, liegt diesmal eine sechswöchige Pause.

Seit Froomes Vuelta-Sieg bemüht sich Vegni intensiv um einen Giro-Start des viermaligen Toursiegers. Froome bietet sich die historische Chance, als erster Radprofi überhaupt die drei bedeutendsten Rundfahrten Tour, Vuelta, Giro in Folge zu gewinnen.

Der 32-Jährige nahm bisher zweimal am an der Italien-Rundfahrt teil: 2009 (wie Armstrong) und 2010. Vor sieben Jahren wurde Froome disqualifiziert, nachdem er sich beim Aufstieg zum Mortirolo an einem Begleit-Motorrad festgehalten hatte.

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