Interview heizt Spekulationen an

Sunweb: Kelderman für den Giro, Dumoulin für die Tour?

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Das Sunweb-Duo Tom Dumoulin (li.) und Wilco Kelderman beim Giro 2017, den Dumoulin für sich entscheiden konnte. | Foto: Cor Vos

30.10.2017  |  (rsn) - Fordert Tom Dumoulin (Sunweb) bei der Tour de France 2018 Titelverteidiger Chris Froome (Sky) heraus? Äußerungen seines Teamkollegen Wilco Kelderman deuten darauf hin, dass der Giro-Sieger von 2017 im kommenden Jahr den Angriff auf das Gelbe Trikot starten könnte.

“Ich möchte ihn (den Gro) wieder fahren. Wir werden sehen, ob es dann der Giro oder die Tour wird, aber ich denke, für Tom wird es die Tour“, sagte Kelderman zu cyclingnews.com. "Wir haben schon ein bisschen mit den Trainern gesprochen, aber ich würde gerne wieder den Giro auf Gesamtklassement fahren“, so der 26-Jährige, der die Italien-Rundfahrt 2014 bereits auf Rang sieben beendet hatte, in dieser Saison aber als Edelhelfer für Dumoulin eingesetzt war und die Italien-Rundfahrt wegen einer Sturz-Verletzung nach der 10. Etappe verlassen musste.

Im Herbst stellte Kelderman dann seine Klasse bei der Vuelta a Espana unter Beweis, als er überraschend auf Rang vier landete und damit eine erfolgreiche erste Saison bei Sunweb krönte.

Nach seinem Wechsel von LottoNL-Jumbo, wo er zuletzt in seinen Leistungen stagnierte, gelang Kelderman gleich in seinem Jahr bei Sunweb ein Neustart wie nach Drehbuch. Und nach dem Weggang von Warren Barguil wird der 26-Jährige künftig als zweiter GrandTour-Kapitän hinter Dumoulin noch mehr auf eigene Rechnung fahren können.

Dabei hat Kelderman schon recht konkrete Vorstellungen, wie die Rollenverteilung im Jahr 2018 aussehen könnte. Sollte er Sunweb beim Giro anführen, würde er sich bei der Tour gerne in Dumoulins Dienst stellen, so der Rundfahrtspezialist. “Wir haben noch nicht über das (konkrete) Programm gesprochen, aber natürlich habe ich schon mit Tom geredet. Ich würde wirklich gerne an seiner Seite fahren, ich denke, wir sind eine gute Kombination“, betonte er.

Team Sunweb will erst alle drei Streckenpräsentationen abwarten, ehe die Sportliche Leitung gemeinsam mit den Fahrern über die GrandTour-Planung entscheiden wird. Da der Vuelta-Parcours erst im Januar bekannt gegeben wird, bleibt in den kommenden Wochen noch viel Raum für Spekulationen.

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