Auffälliger Salbutamol-Befund

MPCC fordert Team Sky auf, Froome zu suspendieren

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Chris Froome (Sky) hat erstmals in seiner Karriere die Vuelta a Espana gewonnen. | Foto: Cor Vos

18.12.2017  |  Berlin (dpa/rsn) - Die Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport (Mouvement Pour un Cyclisme Crédible, MPCC) hat das Team Sky aufgefordert, Tour- und Vuelta- Sieger Chris Froome bis zur Klärung seiner verdächtigen Dopingprobe zu suspendieren. Das würde Spannungen unter den Managern und Fahrern im Radsport verhindern, hieß es zur Begründung.

Das MPCC ist ein Zusammenschluss von Teams und Verbänden, die sich auf freiwilliger Basis härtere Regeln im Anti-Dopingkampf auferlegt haben. Das Team Sky gehört im Gegensatz zu den deutschen Rennställen Bora-hansgrohe und Sunweb der Vereinigung nicht an. Insgesamt vertritt das MPCC derzeit 43 Mannschaften der ersten beiden Divisionen. Team Sky wurde aufgefordert, sich ebenfalls der Vereinigung anzuschließen.

Froome war in einer Kontrolle bei der Spanien-Rundfahrt am 7. September (18. Etappe) mit 2000 Nanogramm des Asthmamittels Salbutamol aufgefallen. Erlaubt ist maximal die Hälfte. Der Brite wurde den Regeln des Radsportweltverbandes UCI gemäß nicht suspendiert, muss seinen überhöhten Wert aber erklären. Dem 32-Jährigen droht eine Sperre. Mit einem vergleichbar erhöhten Salbutamol-Wert war zuletzt der Italiener Diego Ulissi für neun Monate suspendiert worden.

Froome, der ebenso wie sein Team bereits seit dem 20. September über den auffälligen Befund informiert ist, hat unterdessen seine Vorbereitung auf die kommende Saison fortgesetzt, räumte in einem Interview der BBC aber auch ein: "Das ist eine Horror-Situation für mich. Wir arbeiten hart daran, der Sache auf den Grund zu gehen.“ An seinen Zielen, den Giro d'Italia und die Tour de France zu gewinnen, habe sich aber nichts geändert.

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