Gekaufter Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich 2010?

Gerichtsprozess gegen Winokurow und Kolobnev im März 2018

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Alexander Winokurow (Astana) gewann 2010 die 96. Austragung von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Hat er sich den Sieg erkauft? Foto: ROTH

20.12.2017  |  (rsn) - Astana-Teammanager Aelxander Winokurow und Alexander Kolobnev müssen sich am 13. März 2018 vor einem belgischen Gericht verantworten. Das meldet sudinfo.be. Dem Duo wird eine Absprache beim von Winokurow 2010 gewonnennen Ardennenklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich vorgeworfen.

Winokurow soll seinem Konkurrenten im Finale 100.000 Euro geboten haben, wenn der ihn das Rennen gewinnen ließe. Beide streiten die Vorwürfe ab. Bereits im Jahr 2011 hatte das Schweizer Magazin L'Illustre detalliert über die Angelegenheit berichtet und als Beleg den Email-Verkehr zwischen dem Kasachen und dem Russen veröffentlicht, nachdem Winokurow mit rechtlichen Schritten gedroht hatte.

Als sich 2012 im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den italienischen Dopingarzt Michele Ferrari und dessen Kunden zwei Zahlungen in Höhe von insgesamt 150.000 Euro von Winokurows Konto an Kolobnev bekannt wurden, begann sich ein belgisches Gericht in Lüttich für die Transaktionen zu interessieren. Im Jahr 2015 empfahlen die zuständigen Ermittler, den Fall vor Gericht zu bringen. Daraufhin wurde das Datum für einen Prozess auf den Mai 2017 festgelegt. Der Grund für die Verzögerung um fast ein Jahr wurde nicht genannt.

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