Contador-Deja-Vu soll vermieden werden

Prudhomme fordert schnelle Entscheidung im Fall Froome

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Chris Froome (Sky) und Tour-Boss Christian Prudhomme. | Foto: Cor Vos

22.12.2017  |  (dpa) - Tour-Direktor Christian Prudhomme fordert im Fall Chris Froome eine schnelle Entscheidung des Radsport-Weltverbandes UCI. Der viermalige Sieger der Tour de France müsse seinen unerlaubt hohen Wert des Asthmamittels Salbutamol erklären.

1000 Nanogramm pro Milliliter sind erlaubt, Froome hatte bei einer Kontrolle während der Vuelta im September einen doppelt so hohen Wert aufgewiesen. Dem 32 Jahre alten Briten droht eine Sperre, wie sie in vergleichbaren Fällen bereits Alessandro Petacchi (2008) und Diego Ulissi (2014) erhalten hatten.

"Die Situation muss geklärt werden, damit wir aus der Grauzone herauskommen", sagte Prudhomme dem französischen TV-Sender France Info am Freitag und mahnte zur Eile. "Wir wollen nicht, dass das Monate und Monate dauert. Wir brauchen so früh wie möglich in der nächsten Saison eine Antwort der UCI".

Prudhomme will auf jeden Fall eine Situation wie 2011 verhindern. Damals hatte Alberto Contador den Giro d'Italia gewonnen, obwohl er nach der Tour de France 2010 wegen Clenbuterol-Dopings erwischt worden war. Die Sperre wurde aber erst im Februar 2012 vom Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt und der Tour-Sieg 2010 sowie der Giro-Gewinn 2011 dem Spanier nachträglich abgesprochen.

Froome, der eine Dopingabsicht bestreitet und auf seine Asthma-Erkrankung verweist, peilt 2018 beim Giro (4. - 27. Mai) und bei der Frankreich-Rundfahrt (7. - 29. Juli) das GrandTour-Double an.

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