Profi-Radsport

UCI suspendiert Italiener wegen «Leblanc-Affäre»

02.02.2002 - Zolder/Rom (dpa) - Dem italienischen Radsport droht wegen der «Leblanc-Affäre» in der nächsten Saison der Ausschluss von allen internationalen Rennen. Der Internationale Radsportverband (UCI) suspendierte den italienischen Verband (FCI) bei seiner Sitzung im belgischen Zolder von allen internationalen Auftritten.

Die UCI wirft den Italienern vor, eine von Laurent Leblancs früherem Arbeitgeber «Team Polti» geleistete Zahlung von 300 000 Euro nicht an den französischen Radprofi weitergeleitet zu haben. Sollte der italienische Verband der Zahlung bis zum 1. Juni dieses Jahres nicht nachkommen, treten die Strafen in Kraft, berichtete die «La Gazzetta dello Sport».

Leblanc hatte nach seiner Entlassung bei Polti 1999 die Auszahlung seiner Fahrergage vor einem französischen Gericht erstritten. Polti hat dagegen jedoch Einspruch eingelegt, teilte Teammanager Gianluigi Stanga mit. Der Streit zwischen dem Team und Leblanc sei also noch nicht geklärt. Sicher sei aber, dass «der italienische Radsportverband mit der Angelegenheit überhaupt nichts zu tun hat», betonte Stanga. Auch FCI-Präsident Gian Carlo Ceruti wies jegliche Verantwortung des Verbandes zurück.

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