Bei Paris-Roubaix soll es besser laufen

Degenkolb: “Am Koppenberg bin ich explodiert“

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John Degenkolb (re.) an der Seite von Vincenzo Nibali bei der 102. Flandern-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

02.04.2018  |  Oudenaarde (dpa/rsn) - John Degenkolb erwies sich bei der "Ronde" als guter Teamkollege und treuer Helfer. Ohne große eigene Ambitionen war der Oberurseler bei der 102. Auflage der Flandern-Rundfahrt in Belgien an den Start gegangen. Am Ende konnten sich Degenkolb und sein Team Trek-Segafredo über den zweiten Platz des jungen Dänen Mads Pedersen freuen.

Zwölf Sekunden nach dem Niederländer Niki Terpstra (Quick-Step Floors), der eine 18 Kilometer lange Soloflucht mit seinem ersten Flandern-Sieg krönte, rollte der erst 22-Jährige bei seinem "Ronde"-Debüt nach 266,5 Kilometern in Oudenaarde über den Zielstrich. "Ein zweiter Platz - da kann man nicht meckern. Das macht einen schon ein wenig stolz", sagte Degenkolb nach dem Rennen dem cyclingmagazine.

Etwaige eigene Siegchancen musste der 29-Jährige beim Ritt über 18 Anstiege und fünf Kopfsteinpflaster-Abschnitte knapp 50 Kilometer vor dem Ziel begraben. "Am Koppenberg bin ich sprichwörtlich explodiert. Ich habe vorher den Motor etwas überhitzt und habe mich davon nicht mehr erholt", bilanzierte Degenkolb. Mit 3:40 Minuten Rückstand auf Terpstra kam er als 32. ins Ziel.

Nach seinem zweiten Sieg bei einem der Monumente des Radsports gilt der Niederländer auch am Sonntag bei Paris-Roubaix als einer der Top-Favoriten. Die "Königin der Klassiker“ konnte Terpstra bereits 20114 für sich entscheiden. Im altehrwürdigen Velodrom von Roubaix triumphierte im Jahr danach auch der Wahlhesse. Bereits vor der Flandern-Rundfahrt hatte der im März durch eine Bronchitis ausgebremste Degenkolb angekündigt, seine volle Konzentration auf den nordfranzösischen Kopfsteinpflaster-Klassiker zu richten.

Bei der Ronde erwies sich, dass der hügelige Parcours zu schwer war. Für Degenkolb, der 2015 und 2017 jeweils Siebter in Oudenaarde geworden war, kam das aber nicht überraschend. "Ich fühle mich gut, es geht hier halt richtig berghoch und das ist auch nicht meine allergrößte Stärke, und dementsprechend freue mich auf nächste Woche, da rechne ich mir mehr Chancen aus, und ich glaube, dass ich da mehr zeigen kann“, sagte Degenkolb mit Blick auf die brettebene Strecke von Paris-Roubaix.

"Ich denke, dass ich mit Blick auf Roubaix gut im Plan liege und mache mir da keine Sorgen. Wenn wir das als Mannschaft so hinbekommen wie heute, dann wird am Sonntag auch nochmal ein Super-Ergebnis rausspringen“, so Degenkolb, der die nächsten Tage in Belgien verbringt, wo ihn seine Familie besucht. Nach zwei Tagen Erholung mit kleineren Trainingseinheiten steht am Donnerstag dann die Streckenerkundung von Paris-Roubaix an.

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