Kolumbianer im Finale der 2. Tour-Etappe gestürzt

Nach dem Verlust des Gelben Trikots: Schlägt Gaviria heute zurück?

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Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) rollt ins Ziel der 2. Tour-Etappe. | Foto: Cor Vos

09.07.2018  |  (rsn) - Schneller als erhofft hat Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) sein Gelbes Trikot bei der Tour de France wieder abgeben müssen. Grund dafür war der Sturz im Finale der gestrigen 2. Etappe, als der Kolumbianer in La Roche-sur-Yon 2000 Meter vor dem Ziel in einer 90-Grad-Kurve wie zahlreiche andere Fahrer auch zu Boden ging und so alle Chancen auf seinen zweiten Tagessieg und die Verteidigung der Gesamtführung einbüßte.

Im Ziel kommentierte Gaviria die für ihn unerfreulichen Ereignisse allerdings mit großer Gelassenheit. "Wir wollten es schon für ein paar Tage haben, aber wir mussten uns am ersten Tag davon verabschieden. Aber so ist das nun mal. Das ist Radsport du kannst nicht immer gewinnen“, sagte der Sprinter, der zumindest von Verletzungen verschont blieb - ganz im Gegensatz zu Kollegen wie Daryl Impey (Mitchelton-Scott), der als erster gestürzt war und eine Kettenreaktion auslöste.

"Ich bin froh, dass mir nichts Schlimmes passiert ist und ich die Etappe beenden konnte“, so Gaviria, für den es bis zum Sturz nach Wunsch lief. "Ich habe diesen Tag bis zum Maximum genossen und jetzt warten wir auf die nächsten Gelegenheiten und vielleicht kommen bei dieser Tour ja noch welche“, sagte er. Aufs Podium gerufen wurde er dennoch, und zwar, um dort das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers in Empfang zu nehmen.

Das wird sich Gaviria möglicherweise im heutigen Teamzeitfahren schon wieder zurückholen können, denn auf dem 35,5 Kilometer langen Parcours von Cholet zählt Quick-Step-Floors zum Favoritenkreis. Zudem beträgt sein Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Peter Sagan (Bora-hansgrohe) nur sechs Sekunden.

Das belgische Team ist als mehrmaliger Weltmeister in dieser Disziplin auch ohne den zu Katusha-Alpecin abgewanderten Tony Martin durchaus der Sieg zuzutrauen - und sollte dann Gaviria zeitgleich mit den Besten seiner Mannschaft wie dem Luxemburger Bob Jungels oder dem Niederländer Niki Terpstra ins Ziel kommen, würde wieder ein Trikottausch anstehen. "Mein Team ist sehr stark. Wir werden es morgen wieder probieren“, kündigte der 23-Jährige an.

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