Gelingt dem Deutschen Meister heute der Polen-Hattrick?

Ackermann mit der Abgebrühtheit eines Weltklasse-Sprinters

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Ackermann mit der Abgebrühtheit eines Weltklasse-Sprinters"
Der Deutsche Meister Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) hat auch die 2. Etappe der Polen-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

06.08.2018  |  (rsn) - Nach seinem Sieg beim Prudential Ride London (1.UWT) hatte Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) gegenüber radsport-news.com selbstbewusst angekündigt: "In Polen will ich weitergewinnen." Und der Deutsche Meister hielt Wort. Nach seinem Auftaktsieg am Samstag gewann der Pfälzer auch das zweite Teilstück der Polen-Rundfahrt am Sonntag in Katowice und hat nun seine letzten vier Rennen allesamt gewonnen. Im Meistertrikot ist er noch ungeschlagen.

"Ich bin einfach glücklich. Die Polen Rundfahrt ist ein großes Ziel von mir gewesen und ich habe hart dafür trainiert", sagte Ackermann nach seinem bereits sechsten Saisonerfolg.

Auf abschüssiger Straße war Ackermann diesmal - wie geplant - nicht ganz vorne platziert, sondern kam aus der Tiefe des Raumes mit der höchsten Endgeschwindigkeit aller Sprinter. Dabei war das größte Problem, die richtige Lücke zu finden. "Der Sprint war schon riskant, ich hatte eine zu große Geschwindigkeit, um die richtige Linie zu finden und musste dann nach rechts ausweichen. Ich denke, das Manöver war noch ok", meinte Ackermann.

Ein großes Lob bekam der Deutsche von seinem Sportdirektor Christian Pömer. "Unser junger Sprinter hat die Mannschaftsarbeit mit der Abgebrühtheit eines Weltkasse-Routinier abgeschlossen", meinte der Österreicher.

Ackermann selbst wollte die Blumen auch direkt an die Mannschaft weiterreichen, insbesondere an Cesare Benedetti. "Cesare hat einen unglaublichen Job gemacht. Er ist allein ab Kilometer fünf bis 15 Kilometer vor dem Ziel von vorne gefahren", lobte er den Italiener. "Das ist auch ein Sieg für ihn", fügte der Spitzenreiter der Polen-Rundfahrt an.

Auch Pömer war voll des Lobes über Benedetti. "Er ist das Rennen heute vom Start bis ins Finale alleine von vorne gefahren. Geil zu sehen, dass ein Fahrer, der bei uns groß geworden ist, zu einem der besten der Welt auf dieser Position gereift ist!“

Am Montag, der dritten Sprinteretappe am Stück, wird auch wieder Benedetti in der Nachführarbeit gefragt sein, ehe schließlich Ackermann seinen lupenreinen Polen-Hattrik ersprinten will. "Darauf hoffe ich. Wir weden es auf jeden Fall versuchen", schloss er.

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