Zweifel über das große Ziel 2019

Tour oder Giro? Dumoulin überlässt Entscheidung dem Team

Foto zu dem Text "Tour oder Giro? Dumoulin überlässt Entscheidung dem Team"
Die Tour oder der Giro? Tom Dumoulin zweifelt, welche GrandTour er zu seinem großen Ziel 2019 erklären soll. | Foto: Cor Vos

19.11.2018  |  (rsn) - Angesichts der erneut berglastigen Strecke der 105. Tour de France ist sich Tom Dumoulin (Sunweb) offenbar längst nicht mehr sicher, ob er die Frankreich-Rundfahrt 2019 zu seinem großen Saisonziel erklären soll.

“Ende Juli habe ich klar gesagt, dass die Tour mein großes Ziel werden würde. Ich frage mich jetzt, ob ich 2019 alles auf die Tour setzen sollte“, sagte der Niederländer am Rande des Show-Events Amstel Gold Race Xperience dem Telegraaf. Die kommende Grand Boucle wird gleich fünf Bergankünfte aufweisen, dagegen nur 54 Zeitfahrkilometer, je zur Hälfte bei einem Team- und einem Einzelzeitfahren. Die 102. Italien-Rundfahrt wartet, verteilt auf drei Einzelzeitfahren, mit 58 Kilometern in Dumoulins Spezialdisziplin auf.

"Die Strecke der Tour de France ist alles andere als ideal für mich. Ich glaube nicht, dass es in den vergangenen Jahren eine GrandTour gab, die so schlecht zu meinem Profil passte. Der Giro ist in jeglicher Hinsicht viel besser für mich“, erklärte er seine noch unentschlossene Haltung, die mit er mit dem Satz unterstrich: "Andererseits habe ich den Giro schon gewonnen. Nach dem zweiten Platz hinter Geraint Thomas im letzten Sommer ist es meine große Herausforderung, die Tour zu gewinnen.“

Der 28-jährige Dumoulin wird eine Entscheidung nicht mehr lange hinauszögern können, um seine Rennplanung festzulegen. Sein Sunweb-Team kommt erstmals im Dezember zusammen, um dann auch das Programm 2019 festzulegen.

Dort wird er wohl dem Ratschlag der Sportlichen Leitung folgen, wie der Tour-Zweite sagte: “Ich habe derzeit keine Präferenz, daher hat das Team die entscheidende Stimme“, sagte Dumoulin, der aber nicht wie in der zu Ende gegangenen Saison das Double anpeilen möchte: Nach dieser Saison weiß ich, wie schwer das ist, und es ist alles andere als ideal, jedes Jahr zwei GrandTours zu fahren“, so der Maastrichter.

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