Profi-Radsport

Italiens Radsportverband verbannt Ferrari

14.02.2002 -

Rom (dpa) - Nach den schweren Dopingvorwürfen gegen den Sportmediziner Michele Ferrari hat der italienische Radsportverband (FCI) den Arzt mit einem Bann belegt. Ab sofort dürfen sich italienische Radsportler nicht mehr von dem umstrittenen Mediziner aus Ferrara behandeln lassen, teilte der Verband in Rom mit.

Im Dopingprozess gegen Ferrari hatte der italienische Radprofi Filippo Simeoni in Bologna zugegeben, er habe «auf Ferraris Anweisung Epo und Wachstumshormone» genommen.

Simeoni hatte damit als erster Radprofi in Italien das Schweigen gebrochen und offen über Doping im Radsport und die Rolle des Sportmediziners Ferrari gesprochen. Der 48 Jahre alte Arzt ist ein Schüler des ebenfalls wegen systematischen Dopings vor Gericht stehenden Prof. Francesco Conconi. Beiden wirft die Staatsanwalt vor, Ausdauersportler jahrelang mit Dopingmitteln versorgt zu haben.

Zu Ferraris «Patienten» gehörten der dreifache Tour-de-France- Sieger Lance Armstrong (USA) sowie Ex-Weltmeister Abraham Olano (Spanien), Axel Merckx (Belgien) und der deutsche Sechstage- Spezialist Andreas Kappes (Bremen).

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