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25.06.2001 - Naters (dpa) - Die Entscheidung über den Sieg bei der 65. Tour de Suisse ist noch einmal vertagt. Während der letztjährige Giro-Sieger Stefano Garzelli aus Italien nach einer tollen Solofahrt die sechste Etappe gewann, verteidigte sein Landsmann Wladimir Belli seinen knappen Vorsprung in der Gesamtwertung.
Nach der schweren Bergetappe über 156,6 Kilometer von Locarno nach Naters führt Belli weiterhin mit nur einer Sekunde Vorsprung vor dem diesjährigen Giro-Sieger Gilberto Simoni aus Italien. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong hat 25 Sekunden Rückstand. Am Dienstag steht das möglicherweise entscheidende Bergzeitfahren über 25,1 Kilometer von Sion in den Wintersportort Crans Montana auf dem Programm. Die Rundfahrt endet am Donnerstag.
Garzelli, der 1998 die Tour de Suisse gewinnen konnte, hatte sich nach rund 40 Kilometern abgesetzt. Kurz zuvor war ein Fahrer eines Begleit-Motorrades mit einem Mannschaftswagen zusammengestoßen. Der Motorradfahrer wurde durch die Fensterscheibe geschleudert und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Sein Fluchtgefährte Michele Bartoli verlor frühzeitig den Kontakt und lag auf dem 2478 Meter hoch gelegenen Nufenenpass, der höchsten Stelle der diesjährigen Tour de Suisse, fast sechs Minuten zurück. Abgesehen von einigen Verfolgern bummelte das Feld und ließ Garzelli zeitweise bis auf knapp 15 Minuten davon fahren. In der Gesamtwertung hatte der 27-Jährige mit über 19 Minuten Rückstand auf Belli keine Chance auf das Goldene Trikot.
Nach Bartoli folgte am Berg mit zwölf Minuten Rückstand der Österreicher Georg Totschnig vom deutschen Team Gerolsteiner, der als bisheriger Zehnter der Gesamtwertung attackierte. Eine hochkarätige Verfolgergruppe mit den Bestplatzierten der Gesamtwertung überquerte die Passhöhe schließlich über zwölfeinhalb Minuten nach Garzelli. Der Mann aus Varese rettete auf dem fast 60 Kilometer langen Abstieg nach Naters bei strahlendem Sonnenschein noch 4:23 Minuten Vorsprung auf Bartoli ins Ziel.
Totschnig versuchte auf der Abfahrt mit aller Macht, Belli und Simoni von der Spitze zu verdrängen und besaß zwischenzeitlich tatsächlich genügend Vorsprung. Der 30 Jahre alte ehemalige Telekom- Profi wurde jedoch 200 Meter vor der Ziellinie noch von den Verfolgern eingeholt.
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