Profi-Radsport

Frigo gab EPO-Doping zu

29.06.2001 -

Rom (dpa) - Der italienische Rad-Profi Dario Frigo hat zugegeben, sich in der Vergangenheit mit Erythropoietin (EPO) und beim letzten Giro d`Italia mit Testosteron gedopt zu haben. Dies gestand der 27-Jährige in einem Polizeiverhör am 12. Juni, das das italienische Magazin «Panorama» in Auszügen veröffentlichte.

Frigo war von seinem Team Fassa Bartolo als Zweitplatzierter aus dem Giro genommen und entlassen worden, nachdem bei der Doping-Razzia in San Remo Doping-Mittel bei ihm gefunden worden waren.

«Ich habe mir einige Male selbst EPO unter die Haut gespritzt», berichtete Frigo. Beim Giro d`Italia habe er dagegen nur das Testosteron-Produkt «Androderm» benutzt, dass er sich in zwei Apotheken in der Schweiz sowie von einem Dealer namens «Vincenzo» selbst gekauft habe.

«Panoroma» zu folge gab Frigo gegenüber der Polizei auch zu, das bei ihm beschlagnahmte Blutdoping-Mittel «Emassist» selbst gekauft zu haben. Über das Internet sei das nicht für den Handel zugelassene amerikanische Produkt angeboten worden. Daraufhin habe er sich mit einem 30 bis 35-jährigen Mann am Mailänder Flughafen Malpensa getroffen. Ihm habe er zwei Ampullen «Emassist» für umgerechnet 1700 Mark (870 Euro) abgekauft.

Frigo war von Staatsanwalt Luigi Bocciolini verhört worden. «Frigo hat auf unsere Fragen geantwortet», erklärte Bocciolini, der gegen 86 Personen, darunter 50 bis 60 Fahrer, wegen Verstoßes gegen das Doping-Gesetz ermittelt. Frigo gab nach dem Verhör keine Stellungnahme ab. In Florenz solle nach Angaben der «La Gazzetta dello Sport» Marco Pantani, gegen den nicht ermittelt wird, als Zeuge aussagen.

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