Profi-Radsport

Vandenbroucke hat Chancen auf Fortsetzung seiner Karriere

06.03.2002 -

Brüssel (dpa) - Trotz der Doping-Funde in seinem Haus scheint der belgische Rad-Profi Frank Vandenbroucke Chancen auf Fortsetzung seiner Karriere zu haben, berichten belgische Medien.

Sogar sein ehemaliger Domo-Teamchef, der den 27-Jährigen in der vergangenen Woche fristlos entließ, nachdem die Polizei EPO, Morphium und Clenbuterol sichergestellt hatte, macht ihm wieder Hoffnungen. «Wir müssen die Resultate der von ihm abgegebenen Urin- und Blut- Proben abwarten. Die Mannschaft hat die Tür nicht zugeschlagen», wurde Domo-Pressesprecher Dennis Dejonckere zitiert. Auch die belgischen «Zweitliga-Mannschaften» Marlux und Collstrop sollen Interesse an dem exzentrischen und umstrittenen Talent gezeigt haben.

Weiter hieß es, Vandenbroucke, schon 1999 in Doping- Affären verwickelt, hätte plausible Erklärungen für die Doping-Funde: Für das anabol wirkende Clenbuterol hätte er ein tierärztliches Attest für seinen - inzwischen verstorbenen - Hund vorgelegt. Das Morphium sei ihm als Schmerzmittel nach einem Armbruch im vergangenen Jahr verschrieben worden, und das als Blut-Doping-Mittel benutzte EPO sei noch original verpackt gewesen.

Der im Zuge der jüngsten Ermittlungen der belgischen Polizei verhaftete Vandenbroucke-Betreuer Bernard Sainz (Frankreich), in der Rad-Szene «Dr. Mabuse» genannt, sitzt weiter in Untersuchungshaft.

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