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24.07.2001 -
Pau (dpa) - Erik Zabel verbrachte während der vergangenen sieben Tage eine Art Aktiv-Urlaub. Die fünf Berg-Etappen in den Alpen und Pyrenäen musste der Topsprinter aus Unna zwar im Zeitlimit überstehen, im Rampenlicht und damit Dauerstress standen aber ganz andere.
Für den zweifachen Etappengewinner begann die Tour von Boulogne-sur-Mer und Seraing von vorne. Auf dem Wunschzettel des 31-jährigen stehen weitere Etappenerfolge und die Rückeroberung des Grünen Trikots, das noch der Australier Stuart O`Grady aus der Jens Voigt-Mannschaft Credit Agricole trägt.
«Ich gebe mein Bestes für Erik», hatte sein Chef Jan Ullrich am zweiten Tour-Ruhetag versprochen, nachdem die Prioritäten im Telekom- Team von Gelb auf Grün gewechselt waren. «Es gibt noch ein, zwei Möglichkeiten für Erik», sagte Teamchef Rudy Pevenage, der das Gelbe Trikot wie Ullrich angesichts der Überlegenheit Lance Armstrongs nach der letzten Pyrenäen-Etappe in Luz-Ardiden abgeschrieben hatte und jetzt wieder auf Grün hofft.
«Auf der vorletzten und letzten Etappe wären wegen des Profils und der Konstellationen im Rennen mögliche Siege realistisch. Vorher werden die vielen Mannschaften, die noch keinen Erfolg hatten, versuchen, Ausreißer weg zu schicken», sagte Zabel, den die Berge auch viel Substanz gekostet haben. Aber «die Welt ist nicht untergegangen». Die Schar seiner Gegner in möglichen Massensprints ist sehr übersichtlich geworden: Die Franzosen Jimmy Casper und Damien Nazon scheinen die einzigen Kandidaten zu sein.
O`Grady, zu Beginn der Tour sechs Tage in Gelb, dürfte sich auf sein Grünes Trikot und die von Zabel ungeliebten Zwischensprints konzentrieren. «Ich kann die letzte Woche befreit fahren und habe noch die Chance auf das Grüne Trikot», sagte Zabel, der bei dieser Tour mit insgesamt zehn Etappensiegen den alten Rekordhalter im eigenen Land, Rudi Altig (acht), deutlich überholt hat.
Wegen der Nicht-Nominierung seiner «Lokomotive» Gian-Matteo Fagnini (Italien) und der vollen Konzentration im Team Telekom auf Ullrich hatte Zabel vor der Tour Gedanken an das sechste Grüne Trikot in Folge bewusst ganz weit weg geschoben: «Das wäre ein Wunder».
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