Profi-Radsport

Kupfernagels Förderer schwitzte bei Rennen vor Angst

26.09.2000 - Berlin (dpa) - Das Olympia-Silber der Straßen-Amazone Hanka Kupfernagel ist für den 86-jährigen Berliner Walter Fechner wie ein Geburtstag-Geschenk. Der agile, immer noch aktive Berliner Rad-Organisator hat in der Nacht zum Dienstag die Erfüllung eines lang gehegten Traums am Fernseher miterlebt.

«Ich bin die ganze Nacht nicht im Bett gewesen. Als der Regen in Sydney anfing, habe ich in Berlin vor Angst geschwitzt», erzählte der langjährige Förderer des Berliner Erfolgs-Duos Hanka Kupfernagel und Ehemann Torsten, der seiner Frau in Sydney auch als Trainer zur Seite steht.

«Um 4.15 Uhr war das Rennen zu Ende, 30 Minuten später riefen beide bei mir an und wollten mir erzählen, was in Sydney los war. Da habe ich bloß gesagt: Denkt ihr, ich verschlafe euren Auftritt.» Die aus dem thüringischen Neustadt/Orla stammende Hanka Kupfernagel ist in der knapp 100-jährigen Geschichte des BRC Zugvogel der vierte Olympia-Teilnehmer. Vor vier Jahren feierte Trainingsgefährtin Regina Marunde Platz sieben bei der Olympiapremiere der Mountainbiker in Atlanta. «Aber eine Medaille hat noch keiner unserer Sportler gewonnen», freute sich Fechner, der sich auch nach dem Fernseh- Spektakel keine Ruhe gönnte und sich der Organisation «seines» Cross-Rennens am Dienstag in Berlin widmete. Zu dem erwartet er nämlich Kupfernagel rechtzeitig aus Sydney zurück.

Live-Ticker