Profi-Radsport

Rad-Profi Bo Hamburger vom Doping-Vorwurf freigesprochen

10.08.2001 -

Kopenhagen (dpa) - Dänemarks Rad-Profi Bo Hamburger vom CSC-Tiscali-Team ist nach Zeitungsberichten von der Dänischen Athleten-Union vom Doping-Vorwurf freigesprochen und die fristlose Entlassung von seinem von Barne Riijs geführten Rennstall zurückgenommen worden.

Der 31-jährige Athlet war am 19. April nach einer positiven Doping-Kontrolle auf EPO von seinem Rennstall suspendiert worden. Die A-Probe wies einen Wert von 82,3 auf, lag also 2,3 über der erlaubten Einheit 80,0, die erste B-Probe zeigte 78,6. Als eine zweite in Lausanne analysierte B-Probe dann wieder 82,4 aufwies, hatte Hamburger den Test als unzuverlässig bezeichnet und gedroht, den Weltverband UCI zu verklagen.

Nach dem Urteil sagte der 31-Jährige zu Dänemarks TV2: «Ich bin super, super glücklich und unheimlich erleichtert nach dem Druck der letzten drei Monate.» Der Vize-Weltmeister von 1997 und Fleche- Wallone-Sieger von 1998 war als erster Fahrer mit dem neuen Urin-EPO- Test überführt worden. Die UCI hatte als erster Sportverband der Welt am 1. April 2001 das französische Urin-Test-Verfahren zum Nachweis des als Blut-Doping-Mittel eingesetzten Hormons Erythropoietin (EPO) offiziell eingeführt.

Am 12. Juni hatte Hamburger erklärt: «Ich habe nie EPO genommen. Mein Anwalt und ein Mediziner waren beim zweiten Test in Lausanne dabei und haben schwarz auf weiß gesehen, dass das Ergebnis der B- Probe negativ war. Mein Anwalt hat das Dokument unterzeichnet. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber ich habe das Gefühl, ein kleines Rad in einem großen Spiel zu sein, in dem die UCI Zweifel an der neuen Doping-Nachweismethode nicht zulassen kann.»

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