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18.08.2001 - Florenz (dpa) - Die beiden Telekom-Profis Alberto Elli (37) und Roberto Sgambelluri (27) müssen sich in Florenz wegen Dopings vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft leitete nach der größten Doping-Razzia in der Geschichte des Radsports beim 84. Giro d´Italia ein Verfahren gegen die italienischen Telekom-Fahrer und 50 weitere Personen ein.
Gegen den zunächst wegen seiner Asthma- Medikamente ebenfalls unter Dopingverdacht geratenen Telekom-Kapitän Jan Ullrich wird nicht mehr ermittelt. Neben Elli und Sgambelluri müssen sich nach Angaben der «La Gazzetta dello Sport» 38 weitere Radprofis sowie jeweils sechs sportliche Leiter und Teamärzte wegen Verstoßes gegen das Dopinggesetz und Sportbetrugs verantworten. Bei einer Verurteilung drohen den Dopingsündern Haftsstrafen von bis drei Monaten bis zu drei Jahren. Belli wird, unabhängig von dem Verfahren, seine Karriere nach Abschluss der Saison beenden. Nach dem Giro-Ende hatte Team Telekom erklärt, es werde sich von Sgambelluri trennen, weil der Italiener die sportlichen Erwartungen nicht erfüllt habe.
Bei den unter Dopingverdacht geratenen Radprofis seien Wachstumshormone und Insulin gefunden worden. Das Blutdopingmittel Erythropoetin (Epo) sei bei der Untersuchung von 160 zunächst unidentifizierbaren Medikamenten, Spritzen und Ampullen jedoch nicht aufgetaucht, berichtete die «La Gazzetta dello Sport» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Florenz.
Nach der Dopingrazzia am 6. Juni in San Remo, bei der rund 200 Polizisten vor der ersten schweren Bergetappe des Giro alle Fahrerhotels durchsuchten, hatte der Florentiner Staatsanwalt Luigi Bocciolini zunächst gegen 86 Personen ermittelt. Zeitungsberichten zu Folge gehörte damals auch Telekom-Kapitän Jan Ullrich zu den Verdächtigten, weil bei ihm Asthma-Präparate gefunden worden waren. Da das Team Telekom wegen Ullrichs Asthma-Erkrankung jedoch eine Genehmigung für die beschlagnahmten Medikamente vorlegen konnte, wurden die Ermittlungen eingestellt.
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