Profi-Radsport

EPO-Untersuchungs-Ergebnisse der Tour Ende Oktober

28.09.2000 - Sydney (dpa) - Ende Oktober nach der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Manchester liegen die letzten Doping-Untersuchungs-Ergebnisse von der Tour de France vor. Darüber informierte am Montag in Sydney Hein Verbruggen, der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes UCI.

96 eingefrorene Urinproben wurden nach der neuen französischen Methode untersucht, die auf diesem Weg den Gebrauch des Blut-Doping-Mittels EPO nachweisen kann. Bis zu diesem Termin im Oktober gilt das Klassement der diesjährigen Tour de France, die Lance Armstrong (USA) vor Jan Ullrich (Merdingen) und Joseba Biloki (Spanien) gewonnen hatte, unter Vorbehalt.

Bei den Olympischen Spielen in Sydney wird nach dem künstlich hergestellten Hormon EPO mit Hilfe einer kombinierten Methode, die Blut und Urin testet, gesucht.

Zu Gerüchten, dass Marco Pantani erneut mit einem erhöhten Hämatokritwert, der Doping mit EPO nahe legen würde, erwischt wurde, sagte Verbruggen: «Es gibt keinen Doping-Fall Pantani.» Der Giro- und Toursieger von 1998 aus Italien wird in den nächsten Tagen in Sydney erwartet. Obwohl der Olympia-Kurs des Straßenrennens nicht auf einen Bergfahrer wie Pantani zugeschnitten ist, bestand der Italiener auf einen Start.

Im Oktober muss sich der Glatzkopf, der 1999 vom Giro wegen vermeintlichen Dopings suspendiert worden war, vor einem ordentlichen Gericht wegen «Sport-Betrugs» verantworten. Pantani wird Blut-Doping bei einem Rennen 1995 vorgeworfen.

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