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10.09.2001 -
Leon (dpa) - Telekom-Sprinter Erik Zabel aus Unna hat seinen zweiten Etappensieg in Folge bei der 56. Spanien-Rundfahrt gelandet. Er siegte im Spurt des 140,5 km langen Tagesabschnitts von Valladolid nach Leon in 3:02:50 Stunden vor Robbie McEwen (Australien), seinem Teamkollegen Danilo Hondo (Cottbus) und Sven Teutenberg (Mettmann).
Im der Gesamtwertung blieb der Prolog-Sieger David Millar (Schottland) weiterhin Spitzenreiter mit einer Sekunde Vorsprung vor Santiago Botero (Kolumbien).
Wie am Vortag lieferte der Telekom-Express auf den letzten sechs Kilometern wieder eine vorbildliche Teamarbeit für Zabel, der seinen 27. Etappensieg in diesem Jahr erkämpfte. In der Endphase lagen vier Telekomfahrer vor ihrem Kapitän und brachten ihn auf Siegkurs. Auch Hondo als letzter Mann vor Zabel nutzte seine gute Ausgangsposition und bewies seine Sprintqualitäten. «Momentan läuft es wie geschmiert. Wir haben auf den letzten zehn Kilometern wie aus dem Lehrbuch agiert. Das ist aber nur möglich, weil die Jungs in Topform sind und Erik einfach fabelhaft drauf ist», sagte der Sportliche Leiter des Telekom-Teams, Rudy Pevenage.
Zabel war ungefährdet und riss im Gefühl des sicheren Sieges schon vor der Ziellinie die Arme in die Höhe. Der sechsfache Gewinner des Grünes Trikots als bester Sprinter bei der Tour de France übernahm nach seinem neuerlichen Triumph auch das rot-weiße Trikot des Punktbesten sowie die Spitzenposition in der UCI-Weltrangliste. Nachdem Zabel in der Liste mit 61 Punkten Rückstand auf den dreimaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong (USA) auf Rang zwei geführt wurde, bringen ihm die 70 Zähler von Leon den Platz an der Sonne. Mit 2027 Punkten liegt Zabel neun Punkte vor Armstrong (2018) sowie Davide Rebellin (Italien/1934) und Jan Ullrich (Merdingen/1830).
Vor zwei Jahren, als Leon letztmalig Etappenort der Vuelta war, hatte Marcel Wüst (Köln) gewonnen. Dieses Teilstück bei starkem Wind und 28 Grad plus hatte wie am Vortag wieder ein flaches Profil. Kurz nachdem der erste Ausreißversuch des Spaniers Cesar Garcia Calvo nach der zweiten Spurtwertung beendet war, kam es nach 77 km zu einem Massensturz. Der Schweizer Markus Zberg war am schwersten betroffen und musste ausscheiden. Er kugelte sich beim Aufprall auf die Straße den Arm aus. Auch der 99er Weltmeister Oscar Freire (Spanien) war verwickelt.
Danach konnte sich der Niederländer Karsten Kroon absetzen. Sein Vorsprung betrug zeitweise über eine Minute, ehe er wieder gestellt wurde. Bedingt durch den Wind war das Feld gleich zu Beginn in zwei große Gruppen gesprengt worden. Der frühere Tour-de-France-Sieger Marco Pantani (Italien) kam nur mit Hilfe seines Teams wieder in die erste Gruppe zurück.
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