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11.09.2001 - Berlin/Leon (dpa) - Mit seinen Etappensiegen bei der 56. Spanien-Rundfahrt hat Erik Zabel die Spitze der Weltrangliste - zumindest virtuell - zum ersten Mal in seiner Karriere erklommen. «Erik ist seit fünf Jahren einer der besten Profis der Welt», freute sich Telekom-Manager Walter Godefroot.
Auch der nach seiner Augenverletzung nicht mehr aktive Marcel Wüst lobt den einstigen Konkurrenten. «Zabel ist unantastbar. Ich sehe zurzeit keinen, der ihm bei der Vuelta im Sprint gefährlich werden kann. Mein Rekord von 1999, vier Etappensiege in fünf Tagen, wackelt», sagt der neue Manager des Essener Coast-Teams, der in seiner Karriere insgesamt zwölf Vuelta-Etappen gewann.
Dieser Bestleistung ist Zabel mit seinem dritten Tageserfolg hintereinander in Gijon vor Ex-Weltmeister Oscar Freire (Spanien) und Robbie McEwen (Australien) wieder ein Stück näher gekommen. Allerdings liegt der Rekord von Fredy Maertens (Belgien) - 13 Tagessiege 1977 - auch für einen phänomenalen Zabel - außer Reichweite.
«Danilo Hondo scheint genauso gut drauf zu sein wie Erik und hätte sicher auch Siegchancen. Aber wenn der große Chef spricht und mit Siegen Wort hält, ist die Hierarchie klar», meinte Wüst, der auch auf der Suche nach Verstärkungen für die kommende Saison in der nächsten Woche sieben Tage Vuelta-Gast sein wird, zur Rollenverteilung bei Telekom. Allerdings könnte sich das bald ändern, wenn Gerüchte wahr werden, dass der Telekom-Kapitän vor den Pyrenäen aussteigen wird. Spanische Zeitungen berichteten darüber.
Die zum Monatsende erscheinende Weltrangliste ist das nächste Ziel, das Zabel im Visier hat. Nach inoffizieller Zwischenwertung hat der sechsfache Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour den bereits im Urlaub befindlichen Spitzenreiter Lance Armstrong (USA) überholt. In der letzten veröffentlichten Liste vom vergangenen Sonntag - vor Zabels erstem Etappensieg - führt der dreifache Toursieger mit 2018 Punkten vor Zabel (1957).
«Armstrong macht keine Punkte mehr, und wenn nicht der drittplatzierte Rebellin jetzt jeden Tag ein Rennen gewinnt, ist Erik am Monatsende zum ersten Mal Spitzenreiter. Aber das sind zurzeit nur Rechenspiele», meinte Telekom-Teamsprecher Olaf Ludwig.
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