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17.09.2001 -
Saragossa (dpa) - Nach dem Zabel-Festival mit drei Etappensiegen standen bei der 56. Spanien-Rundfahrt die einheimischen Radprofis im Mittelpunkt. Joseba Beloki, bei der diesjährigen Tour de France wie vor einem Jahr hinter Lance Armstrong (USA) und Jan Ullrich (Merdingen) Dritter, übernahm nach der Bergankunft in Alto Cruz de la Domanda von Santiago Botero aus Kolumbien das Goldene Trikot.
Er verteidigte es auch auf der neunten Etappe über 179 km von Logrono nach Saragossa. Sie ging als schnellster Tagesabschnitt in die Vuelta-Annalen ein. Am 17. September ist der erste von zwei Ruhetagen, am 18. beginnen drei schwere Pyrenäen-Etappen. Den Sieg holte sich der diesjährige Tour-Fünfte Igor Galdeano vor Sven Teutenberg aus Mettmann. Der Spanier war mit zwei Sekunden Vorsprung Schnellster einer 49-köpfigen Spitzengruppe, die sich kurz vor dem Ziel gebildet hatte.
Das Stundenmittel lag bei heftigen Rücken- und Seitenwinden auf der Flachetappe bei unglaublichen 55,2 km. Das war für einige Fahrer zu viel, sie gaben auf dem Weg nach Saragossa auf. «Das war heute eine völlig verrückte Etappe. Das fing schon 100 Kilometer vor dem Ziel an, immer wieder bildeten sich einzelne Gruppen in rasender Fahrt. Das einzige Gute war, dass wir eine Stunde früher als erwartet den Transfer nach Barcelona machen können», sagte Telekom-Teamchef Rudy Pevenage.
Das Telekom-Team mit dem dreifachen Etappensieger Zabel an der Spitze fand sich im rasanten Finale fast vollständig in einer zweiten Fahrergruppe wieder. Der in diesem Jahr bereits 28 Mal erfolgreiche Berliner musste diesmal anderen im Schlussspurt den Vortritt lassen. Allerdings war Zabels Helfer Danilo Hondo (Cottbus) vorne vertreten - er belegte den fünften Platz. «Irgendwann hatte Erik den Zug nach vorne verpasst und wir hatten Danilo vorne drin, der seine Chance suchen konnte. Aber Galdeano hatte sich einen Kilometer vor dem Ziel abgesetzt - die anderen haben ihn nicht mehr gekriegt», sagte Pevenage. In der Punktwertung verteidigte Zabel sein rot-weißes Trikot des Spitzenreiters mit 14 Punkten Vorsprung vor dem Schotten David Millar.
Auf der zweiten schweren Bergetappe der diesjährigen Spanien-Rundfahrt hatte in Alto Cruz de la Domanda Jose-Maria Jimenez im Alleingang ein kleines Comeback gefeiert. Um den Spanier aus der Banesto-Mannschaft war es in den letzten Jahren ruhig geworden. Jetzt machte Jimenez wieder auf sich aufmerksam. In seinem Sog holte sich Beloki als Etappen-Zweiter das Goldene Trikot von Botero. Der ebenfalls als starker Bergfahrer geltende Fernando Escartin (Spanien) vom Essener Coast-Team enttäuschte und verlor weitere Zeit im Kampf um den angestrebten Podiumsplatz am 30. September in Madrid.
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