Blanco gewinnt 10. Etappe der Spanien-Rundfahrt

18.09.2001  | 

La Molina (dpa) - Mit einem wahren Husarenritt hat der 27 Jahre alte Santiago Blanco die 10. Etappe der Spanien- Radrundfahrt nahezu im Alleingang für sich entschieden. Der Pechvogel der Tour de France, die er verletzungsbedingt aufgeben musste, feierte auf dem 168,4 Kilometer langen Teilstück von Sabadell nach La Molina seinen ersten Etappensieg.

Im Gold-Trikot des Gesamtführenden bleibt Blancos spanischer Landsmann Joseba Beloki. Lange Zeit bestimmte eine anfangs sechsköpfige Spitzengruppe um Tagessieger Blanco das Geschehen. Die Fahrer hatten sich schon nach 30 Kilometern abgesetzt und fuhren zeitweise über fünf Minuten vor dem Feld her. Dazu gehörte auch Telekom-Profi Alberto Elli. Der 37 Jahre alte Italiener wird von den Behörden seines Heimatlandes mit Doping in Verbindung gebracht und will nach der Saison seine Karriere beenden.

Doch wie Elli mussten auch alle weiteren Fahrer des Sextetts Blanco auf dem Weg in das spanische Wintersportzentrum 180 Kilometer nördlich von Barcelona ziehen lassen. Der Spanier brachte in bravouröser Alleinfahrt nach 4:20:23 Stunden drei Minuten Vorsprung auf den Dänen Claus Möller und seinen Landsmann Toni Tauler ins Ziel. Die beiden Verfolger waren 130 Kilometer zuvor mit Blanco ausgerissen und retteten sich vor dem Feld mit allen Favoriten ins Ziel.

Das Feld der ursprünglich 189 gestarteten Fahrer hat sich vor dem Erreichen der Pyrenäen weiter gelichtet. Prominentester Aussteiger ist Ivan Gotti. Der Italiener, der zwei Mal die Gesamtwertung beim Giro d`Italia für sich entscheiden konnte, klagte seit Tagen über Magenprobleme. Ausgeschieden ist auch Steve de Wolf. Der 26-jährige Belgier hatte allerdings einen erfreulichen Grund: Er wurde in der Nacht zuvor Vater von Zwillingen und reiste sofort zurück zu seiner Frau.

Die Vuelta bleibt in den nächsten Tagen in den Bergen. Als nächstes steht für die Fahrer die 154 Kilometer lange Etappe von Alp nach Estacio de Pal an, bevor es einen Tag danach zum vielleicht vorentscheidenden Bergzeitfahren über 17 Kilometer nach Andorra geht.

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