Profi-Radsport

Dekker gewinnt Rheinland-Pfalz-Rad-Rundfahrt

23.09.2001 -

Bad Marienberg (dpa) - An der Schwelle zu seinem größten Triumph hat sich der Niederländer Erik Dekker mit dem Sieg bei der Rheinland-Pfalz-Rad-Rundfahrt Appetit für die beiden letzten Weltcup-Rennen und den Gewinn des Gesamt-Weltcups geholt.

Der 31 Jahre alte Weltcup-Spitzenreiter gewann in Bad Marienberg die 860 Kilometer lange Fünf-Etappen-Fahrt in 21:40:02 Stunden. Dekker setzte sich zeitgleich auf Grund der besseren Etappenplatzierungen vor seinem Kollegen aus dem Rabobank-Team, Michael Boogerd, durch. Der Belgier Mario Aerts wurde mit 44 Sekunden Rückstand Dritter.

Bester Deutscher war als Sechster mit 57 Sekunden Rückstand Lokalmatador Udo Bölts (Heltersberg 35) vom Team Telekom, das im Heimspiel ohne Etappensieg blieb. Team-Gefährte und Olympiasieger Jan Ullrich (Merdingen) gab nach seinen vergeblichen Attacken auf der dritten Etappe seine Siegeshoffnungen auf. Der Zweite der Tour de France setzt alles auf die WM.

Den Sieg auf der Schlussetappe über 171 Kilometer von Bad Neuenahr-Ahrweiler in den hohen Westerwald sicherte sich Dany Jonasson (Dänemark, Team CSC Tiscali) in 4:11:56 Stunden vor Christian Heule (Schweiz) und Telekom-Fahrer Ralf Grabsch (Köln). Für die beste Etappenplatzierung des Teams Telekom sorgte beim deutschen Dreifach-Erfolg am Samstag auf der vierten Etappe Youngster Torsten Hiekmann aus Berlin als Zweiter hinter Torsten Schmidt (Team Gerolsteiner) aus Schwelm.

«Ich habe eigentlich mehr erreicht, als ich wollte», gestand Dekker, der lediglich einen Etappenerfolg auf der Rechnung hatte. Den erspurtete er sich bereits am 2. Tag in Pirmasens vor Boogerd, nachdem diese beiden in umgekehrter Reihenfolge bereits die erste Etappe in Kirn mit 41 Sekunden Vorsprung gewonnen hatten. «Da war die Vorentscheidung bereits gefallen, mit Dekker hat der absolut stärkste Fahrer im Feld gewonnen», lobte Telekom-Oldie Udo Bölts.

Jan Ullrich arbeitete drei Wochen vor dem WM-Straßenrennen in Lissabon, wo er sich das Regenbogentrikot des Weltmeisters holen will, intensiv an seiner Spritzigkeit. «Für den Gesamtsieg reichte es nicht, weil ich mich schon am ersten Tag so überraschen ließ», meinte der Telekom-Star, der mit Andreas Klöden, Alexander Winokurow und Steffen Wesemann drei seiner Helfer früh verloren hatte.

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