Profi-Radsport

Geldstrafe und 6 Monate Sperre für Vandenbroucke

21.03.2002 -

Brüssel (dpa) - Der belgische Radprofi Frank Vandenbroucke ist von der Disziplinarkommission seines Landesverbandes mit einer sechsmonatigen Dopingsperre und einer Geldbuße von 10 000 Schweizer Franken (6831 Euro) belegt worden. Vor drei Wochen hatten Polizeibeamte bei einer Wohnungsdurchsuchung im Haus des 27-Jährigen Dopingprodukte gefunden.

Vandenbroucke kann gegen die Strafe Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einlegen. Der Radprofi wurde gesperrt wegen Verstoßes gegen das belgische Anti-Dopingesetz. «Positiv getestet» auf verbotene Substanzen war der Rennfahrer nicht. Sein Team Domo hatte ihn wenige Stunden nach Bekanntwerden des Skandals fristlos entlassen. Am Donnerstag war Vandenbroucke in Begleitung von zwei Anwälten vor der Disziplinarkommission des belgischen Radsportverbands erschienen. Die Anhörung dauerte nur 45 Minuten.

Vandenbroucke war am 27. Februar 2002 verhaftet worden, nachdem Polizisten in seinem Haus EPO, Clenbuterol und Morphine gefunden hatten. Zuvor war sein Betreuer Bernard Sainz («Dr. Mabuse») verhaftet worden wegen Verdachts auf Verstöße gegen das Dopinggesetz. Sainz, in Belgien nach wenigen Tagen aus der Haft entlassen, sitzt inzwischen in Frankreich hinter Gittern, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Sainz und Vandenbroucke waren bereits 1999 einmal im Zentrum einer bis heute nicht aufgeklärten Dopingaffäre.

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