Profi-Radsport

Deutscher Bahnvierer verpasst das Finale

28.09.2001 -

Antwerpen (dpa) - Titelverteidiger Deutschland hat bei den Bahn- Weltmeisterschaften der Radsportler das Finale in der Mannschaftsverfolgung verpasst. Im Antwerpener Sportpalast bezwangen Guido Fulst (Berlin), Christian Bach (Erfurt), Jens Lehmann (Leipzig) und Sebastian Siedler (Gera) im Halbfinale zwar das niederländische Quartett. Aber die - später noch korrigierte - Zeit für den Sydney-Olympiasieger von 4:08,635 Minuten reichte nur für den Lauf um Platz drei.

Zuvor war den Deutschen die Zeit der Niederländer angerechnet worden. Die beiden schnellsten Siegerteams aller vier Läufe erreichen das Finale, die beiden langsameren fahren um Bronze. Gegner im Lauf um die Bronzemedaille ist Frankreich. Um den Titel fuhren am späten Abend die Ukraine und Großbritannien.

In der Paradedisziplin der Deutschen bleibt es damit bei 16 Siegen seit der Einführung des Vierers 1962 in das WM-Programm. Nach den überaus erfolgreichen Jahren 1999 und 2000 ist Tristesse eingezogen; außerdem gibt es Streit hinter den Kulissen.

Gerade für den Leipziger Ausnahmekönner Jens Lehmann sollte der mögliche Vergleich mit der Ukraine im Vierer eine besondere Wiedergutmachung sein. Doch sein Bezwinger aus dem Einzel-Finale, Alexander Simonenko, steht im Finale und steuert bereits seine zweite Goldmedaille an. Für Lehmann blieb es beim zweiten Platz in der Einzelkonkurrenz, Bronze konnte am späten Abend noch folgen.

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