Profi-Radsport

Jens Fiedler im Sprint Vierter - Bronze für Katrin Meinke

29.09.2001 -

Antwerpen (dpa) - Frankreichs Sprintgarde hat die Herrschaft wieder an sich gerissen. Alle drei Medaillen des Sprintwettbewerbs der Männer bei der Bahnrad-WM in Antwerpen gingen an die «Equipe Tricolore». Einen Dreifach-Erfolg hatte es zuletzt vor 14 Jahren für die deutschen Fahrer gegeben.

Damals hieß der Titelträger Lutz Heßlich aus Cottbus, der diesmal als Eurosport-Kommentator dabei war. Arnaud Tournant erwies sich am Samstag als der Überflieger der WM. Im Finale schlug er seinen Landsmann Laurent Gane in drei Läufen und sicherte sich das dritte Gold. Die deutschen Fahrer mussten ohne zählbare Erfolge wieder von der Bahn. Nur bei den Frauen gab es eine Bronzemedaille für die Zeitfahr-Meisterin Katrin Meinke aus Cottbus über 500 m zu feiern.

Sprint-Doppel-Olympiasieger Jens Fiedler hatte nach wechselvollem WM-Verlauf das Halbfinale erreicht, unterlag aber im Lauf um Rang drei dem dritten Franzosen, Florian Rousseau. Der gesundheitlich angeschlagene Titelverteidiger Jan van Eijden (Dudenhofen) war im Achtelfinale gescheitert und wurde am Ende Zehnter. Umsteiger Stefan Nimke (Schwerin) und WM-Neuling Matthias John (Erfurt) kamen bis ins Viertelfinale. In der Endabrechnung belegten sie die Ränge sechs und acht.

Die Mexikanerin Nancy Contreras Reyes hatte zuvor den ersten WM-Titel für ihr Land bei Bahn-Weltmeisterschaften gefeiert. Sie gewann das 500-m-Zeitfahren in 34,996 Sekunden vor der Kanadierin Lori-Ann Muenzer (35,151) und der deutschen Meisterin Katrin Meinke (Cottbus/35,356). Damit wurde die bescheidene deutsche Bilanz auf zwei Silber- und drei Bronzemedaillen aufgebessert. Daniela Claußnitzer (Frankfurt/Oder) kam auf den zehnten Platz.

Der Schweizer Bruno Risi zeigte sich im 40-km-Punktefahren als Mann mit der größten Übersicht. Der derzeit weltbeste Sechstage-Fahrer war frühzeitig an einem Rundengewinn von sechs Fahrern beteiligt und konterte anschließend alle Angriffe. Platz zwei ging an den Argentinier Juan Curucet, der in der Schlusswertung noch am Österreicher Franz Stocher vorbei zog. Der deutsche Meister Andreas Müller aus Berlin belegte bei seiner WM-Premiere Platz 17.