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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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03.10.2001 - Paris/Berlin (dpa) - Der Weltranglisten-Erste Erik Zabel geht mit dem nahezu identischen, bewährten Vuelta-Team ins vorletzte Weltcup-Rennen der Saison. Die beiden Italiener Roberto Sgambelluri und Alberto Elli werden im Telekom-Team durch Ralf Grabsch (Wittenberg) ersetzt.
Doch trotz Topform, ungebrochenem Ehrgeiz und besonderer Motivation durch die Spitzenposition in der Welt wäre die Wiederholung seines Erfolges bei Paris - Tours fast ein kleines Wunder für den Radprofi-Routinier.
Zabel, der in dieser Saison schon die Weltcup-Rennen Mailand - San Remo (zum vierten Mal) und die Hamburger HEW Cyclassics gewann, dämpft auch schon den Optimismus: «Ein Sieg bei diesem Ur-Klassiker ist ungleich schwerer als ein Etappenerfolg bei der Spanien- Rundfahrt.» Zabel weiß, wovon er spricht: Bei der 56. Vuelta gewann der 31-jährige Berliner drei Etappen, 1994 holte er seinen ersten Weltcup-Sieg in Tours.
Aus der erfolgreichen Vuelta-Mannschaft werden Danilo Hondo (Cottbus), Rolf Aldag (Ahlen), Stephan Schreck (Erfurt), Kai Hundertmarck (Kelsterbach), Andreas Klier (München) und Jan Schaffrath (Berlin) in Paris am Start sein. «Erik ist noch immer in Superform - er kann gewinnen», sagte Teamchef Rudy Pevenage, der zurzeit Jan Ullrich in Italien auf WM-Form trimmt.
Am Wochenende will sich Zabel endgültig entscheiden, ob er doch noch zur Rad-Weltmeisterschaft am 14. Oktober nach Lissabon fährt, um vornehmlich Ullrich zu unterstützen, oder ob er in den längst verdienten Urlaub fährt. Seine ursprüngliche Zusage hatte der Weltranglisten-Spitzenreiter am Ende der Vuelta relativiert: «Nur wenn alle Stränge reißen, fahre ich.»
«Ich werde mit ihm telefonieren, dann entscheidet Erik», sagte Olaf Ludwig in seiner Funktion als Vize-Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), der Zabel in den vorläufigen, 18 Fahrer starken WM-Kader berufen hatte. Ludwig: «Es dürfen sowieso nur 12 starten. Wenn Erik verzichtet, müssen wir eben einen weniger streichen.»
Alles deutet darauf hin, dass Zabel am Sonntag sein letztes Saison-Rennen bestreitet, bei dem er im vergangenen Jahr Elfter geworden war. Der Berliner, in der Weltcup-Wertung als Pokal- Verteidiger im Moment 105 Punkte hinter Spitzenreiter Erik Dekker (Niederlande), geht nicht unbedingt davon aus, dass er an der Spitze der Weltrangliste auch überwintern kann. Sein schärfster Widersacher ist der Italiener Davide Rebellin, der im kommenden Jahr für das Team Gerolsteiner fährt.
«Wir werden uns bei Paris - Tours jeder auf unser Rennen konzentrieren. Ich habe ohnehin nicht mehr so viel Einfluss auf ihn, weil er auch noch bei der Lombardei-Rundfahrt im Cup-Finale am 20. Oktober an den Start geht. Wenn er am Ende noch an mir vorbeiziehen sollte, wird die Welt für mich nicht untergehen. Momentan stehe ich auf Platz eins, und in gewisser Weise kann mir das keiner mehr nehmen», sagte Zabel, der zurzeit 165 Punkte Vorsprung vor Rebellin hat.
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