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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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13.10.2001 -
Lissabon (dpa) - Die unersättliche Jeannie Longo-Ciprelli hat bei den Rad-Weltmeisterschaften wieder zugeschlagen und schnappte sich in Lissabon die Bronzemedaille im Straßenrennen.
Die fast 43- jährige Französin, vor drei Tagen Weltmeisterin im Zeitfahren geworden, verpasste damit den 14. WM-Titel ihrer 22-jährigen Karriere und scheiterte nach 121 km an der neuen Weltmeisterin Rasa Polikeviciute und Edita Pucinskaite (beide Litauen) im Spurt. Judith Arndt aus Frankfurt (Oder) verfehlte mit sieben Sekunden Rückstand hinter diesem Trio knapp den Sprung aufs Treppchen und damit auch die dritte deutsche WM-Medaille.
Die Verfolgungs-Weltmeisterin auf der Bahn, zuletzt Gewinnerin der Bretagne-Rundfahrt und im WM-Zeitfahren Fünfte, gewann am vorletzten Tag der Titelkämpfe den Spurt der ersten Verfolgergruppe. Die Olympia-Zweite Hanka Kupfernagel (Berlin), die beim Zeitfahren mit ihrem Kettenriss unmittelbar nach dem Start so viel Pech hatte, spielte auch im Straßenrennen keine Rolle. Sie landete mit einem Rückstand von 5:17 Minuten auf dem 31. Platz.
Titelverteidigerin Zinaida Stahurskaja war nicht am Start. Nach ihrem bekannt gewordenen positiven Doping-Befund vom Giro d`Italia war die Weißrussin vor zwei Tagen aus Lissabon abgereist. «Wenn man so knapp an einer Medaille vorbeifährt, ist das natürlich besonders ärgerlich. Aber als zwei aus einer Mannschaft vorne fuhren, war klar, wer gewinnt», sagte Judith Arndt nach dem Rennen.
Auf Initiative der Französin hatte sich in der vorletzten von 12 Runden der anspruchsvollen Strecke durch den Parque Florestal eine Spitzengruppe gebildet. Hanka Kupfernagel konnte den Ausreißern nicht mehr folgen, Judith Arndt und Trixi Worrack aus Cottbus konnten mitgehen. Doch als die Lehrerin aus Grenoble an der letzten Steigung das Tempo noch einmal steigerte, konnten ihr nur die beiden Litauerinnen folgen, Judith Arndt musste abreißen lassen.
Die deutschen Junioren hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Marcus Burghardt aus Zschopau wurde auf dem 121 km langen Kurs als bester Deutscher Neunter mit 1:23 Minuten Rückstand auf Weltmeister Oleksander Kwatschuk (Ukraine). Den Titel des Vize- Weltmeisters sicherte sich der Niederländer Niels Scheunemann mit einer Reifenbreite vor dem Franzosen Mathieu Perget. Kwatschuk erreichte das Ziel als Solist mit 1:07 Minuten Vorsprung. Christoph Maschenmoser (Ravenburg) wurde Zehnter vor Thomas Fothen (Neuss).
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