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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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21.10.2001 -
Bergamo/Berlin (dpa) - Erik Zabel aus Unna erlebte das letzte Weltcup-Rennen am Strand von Es Trenc auf Mallorca. Der mit 28 Siegen erfolgreichste Radprofi der Welt konnte sich auch im Urlaub sicher sein, dass ihm an der Spitze der Weltrangliste nichts mehr passieren kann und er dort überwintern wird.
Zabels Punktzahl von zurzeit 2457 vor Davide Rebellin (Italien/2031) und Lance Armstrong (USA/1713) dürfte sich bis zur nächsten Veröffentlichung der Rangliste am 1. November nur noch geringfügig ändern. Danach werden keine Punkte mehr vergeben. «Für Erik und auch fürs Team eine tolle Sache», urteilte Telekom-Teamchef Rudy Pevenage.
Zabels Nachfolge als Weltcup-Gewinner trat erwartungsgemäß als erster Niederländer der 31-jährige Erik Dekker (331 Punkte) an. Der gleichaltrige Zabel wurde Zweiter (250) vor Ex-Weltmeister Romans Vainsteins (Lettland). Zum Cup-Finale bei der 95. Lombardei-Rundfahrt reichte Dekker nach 258 km ein 13. Platz. Den Sieg zum Saison-Finale sicherte sich im Alleingang durch Nebel und Regen Danilo di Luca aus Italien, der sich drei Kilometer vor dem Ziel aus einer vier Fahrer umfassenden Spitzengruppe, in der auch Richard Virenque (Frankreich) fuhr, abgesetzt hatte.
«Der Cup hat viel Energie und Konzentration gekostet, ich habe nach meinem Sieg beim Amstel Gold Race darauf hin gearbeitet und sogar bei der Tour daran gedacht. Der Weltpokal ist mir viel wert, obwohl mir der Weltmeister-Titel vor einer Woche in Lissabon noch lieber gewesen wäre», sagte der WM-Vierte aus dem niederländischen Rabobank-Team und setzte die Bedeutung von Jahreswertungen - das betrifft sicher auch Zabels Position in der Weltrangliste - in Relation zu begehrteren Trophäen im Radsport.
Zabel und Co. können auf eine außerordentlich erfolgreiche Saison zurückblicken. «Wir sind sehr zufrieden. Wir haben durch Erik zwei Weltcup-Rennen gewonnen, zum sechsten Mal das Grüne Trikot bei der Tour geholt, bei allen drei großen Rundfahrten Etappen gewonnen, die Deutschland-Tour und zum Abschluss den Weltmeistertitel im Zeitfahren. Ich würde sofort unterschreiben, wenn mir einer für die kommende Saison das gleiche Ergebnis garantieren würde - mit einer kleinen Änderung», sagte Telekom-Teamchef Rudy Pevenage, dem die durch Jan Ullrich an Armstrong erneut verlorene Tour de France noch immer schwer im Magen liegt.
Der Toursieger von 1997 hatte sich nach Rang 13 im WM-Straßenrennen in den Urlaub verabschiedet. Laut Pevenage soll sich der 27 Jahre alte Weltranglisten-Fünfte (elf Saisonsiege) Ende November auf dem Mountainbike langsam auf den Trainingsstart im Dezember in Südafrika vorbereiten. Zabel, zweiter Chef im Team hinter Ullrich, hielt es im Urlaub nur kurz ohne Rad aus. Ab Montag rollt er sich langsam für das 60. Sechstagerennen in Dortmund ein, bei dem er an der Seite seines Team-Kollegen Rolf Aldag (Ahlen) vom 1. bis 6. November seinen Vorjahres-Erfolg wiederholen will.
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