Wechsel von Bartko zu Coast fraglich

07.10.2000  |  Berlin (dpa) - Der Doppel-Olympiasieger im Bahnradsport von Sydney, Robert Bartko, hat seinen Wechsel zum deutschen Profi-Stall Coast noch einmal in Frage gestellt. Er habe sich noch nicht entschieden und lasse sich noch mit seiner Entscheidung Zeit, erklärte der 24-jährige Berliner.

Der Weltmeister von 1999 war bereits vor den Olympischen Spielen beim Team Telekom im Gespräch, hatte aber vorerst eine Absage erhalten und sich danach anderweitig orientiert. Der Wechsel zu dem Coast-Rennstall aus Wattenscheid schien danach schon perfekt.

Inzwischen ist Bartko allerdings verärgert, dass Details über seine Vertragsverhandlungen publik wurden. «Es kann nicht angehen, dass diese Dinge in der Presse auftauchen. Da gehören sie nicht hin, das ist Privatsache», hatte der erfolgreichste deutsche Bahnrad- Sportler bei den Sydney-Spielen erklärt. Auch deshalb halte er sich weiter bedeckt, zumal die Bonner Telekomer nach dem beeindruckenden Olympia-Auftritt erneut mit Bartko Verbindung aufgenommen hatten. «Die Drähte sind nicht gekappt», sagte Bartko weiter in einem Interview mit dem Internet-Anbieter «Sport1».

Das Team Coast, zu Jahresbeginn noch ein zweitklassiger Rennstall, machte zuletzt mit spektakulären Neuverpflichtungen auf sich aufmerksam. Der ehemalige DDR-Chefcoach und spätere Bundestrainer Wolfram Lindner wurde verpflichtet und holte eine Reihe namhafter Profis ins Aufgebot. Darunter der Spanier Fernando Escartin sowie die Schweizer Alex Zülle und Niki Aebersold. Seine Weltranglisten-Punkte ermöglichen dem Team den Aufstieg in die erste Kategorie des Profi- Radsports und damit die Teilnahme an Weltcup-Rennen und den großen Rundfahrten.

Bartko will zunächst bei der Bahn-Weltmeisterschaft Ende Oktober in Manchester seine Vorjahrestitel verteidigen. Deshalb war er auch bei der gerade laufenden Hessen-Rundfahrt wegen einer Grippe aus dem Rennen gegangen. «Die Gesundheit geht vor, ich habe wichtige Dinge vor für die nächste Saison.»

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