Zitat der Woche:
"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
15.04.2002 -
Berlin/Roubaix (dpa) - Im Training nahm Steffen Wesemann seit vergangenen Dezember rund 15 000 Kilometer Anlauf. Am Sonntag sprang dabei ein zweiter Platz bei der 100. Ausgabe von Paris-Roubaix heraus, der ihm 3:03 Minuten hinter dem Belgier Johan Museeuw wie ein Sieg vorkam.
Der in der Schweiz lebende Wolmirstedter liebt die langen Wege. Nachdem er in Nordfrankreich bei strömendem Regen über sechseinhalb Stunden im Sattel gesessen hatte, stieg er ins Auto und fuhr noch einmal genauso lange nach Hause. Um ein Uhr nachts ließ der 31-jährige, der sich vom einstigen Talent mit eher lockerer Einstellung längst zum disziplinierten Profi gewandelt hat, bei einem Glas Wein seinen Husarenritt durch die «Hölle des Nordens» Revue passieren.
«So nah war ich noch nie dran. Das war so schön wie ein Sieg. Gerade als Museeuw attackierte, hatte ich wie im Vorjahr wieder Probleme mit meinen Schuhplatten. Diesmal hatte ich aber vorgesorgt und im Begleitwagen Ersatz-Rennschuhe deponiert. Bloß der Wechsel kostete natürlich wertvolle Zeit», berichtete Wesemann, der vor diesem vielleicht rennentscheidenden Zwischenfall auch zwei Reifenpannen und einen Fast-Sturz wegzustecken hatte: Für den seit 1896 über Stock und Stein gefahrenen Klassiker banale Vorkommnisse.
Sein zweiter Platz - wie Olaf Ludwig 1992 - hat Wesemann nach Rang neun 2000 und dem siebten Platz im Vorjahr eindeutig als einen der seltenen Spezialisten für Paris-Roubaix ausgewiesen. Über nächstes Jahr will der dreifache Friedensfahrt-Sieger aber trotzdem noch nicht nachdenken: «Man kann nicht sagen, jetzt bin ich mal dran.» Lieber macht er sich Gedanken über die folgenden drei Wochen: «Wenn ich meine Form halten kann, und davon gehe ich aus, liegt mir auch das übernächste Weltcup-Rennen Amstel Gold Race und am 1. Mai Rund um den Henninger Turm.»
Danach kann sich Wesemann, der den zweiten Platz von Roubaix trotz zahlreicher Siege in seiner zehnjährigen Karriere als «bisher eindeutig wertvollsten Erfolg» wertete, eine dreiwöchige Auszeit mit der Familie nehmen. In der Folge steht die Tour de France auf dem Programm. «Ich weiß noch nicht, ob ich dabei bin. Wenn ich die Form habe, könnte ich aber sicher sowohl Ullrich als auch Zabel wirkungsvoll unterstützen», sagte Wesemann, der eines Tages doch noch Nachfolger des einzigen deutschen Paris-Roubaix-Siegers Josef Fischer werden will. Der 1959 verstorbene Münchner hatte vor 106 Jahren die erste Austragung gewonnen - in Wesemanns Alter von 31 Jahren.
Glasner gewinnt 5. Etappe der Tour of Thailand (05.09.2008)
Comeback eines deutschen Klassikers (04.09.2008)
FC Rheinland-Pfalz wird 2009 Kontinental-Team (03.09.2008)
Re: Wieviele trad. dt. Profi-Rennen werden bald nicht mehr existieren? (07.09.2008)
Re: Älteste Radklassiker Deutschlands ist zurück (07.09.2008)
Re: Tony Martin (07.09.2008)
Re: Deutschland Tour 2008 (07.09.2008)
Re: Linus (07.09.2008)