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21.04.2002 -
Lüttich (dpa) - Paolo Bettini hat das älteste Weltcup-Rennen der Welt gewonnen und seinen Erfolg aus dem Jahr 2000 wiederholt. Der Italiener triumphierte nach 258 km bei Lüttich-Bastogne- Lüttich, der vierten Weltcup-Station dieser Saison, im Spurt gegen seinen Landsmann und Teamgefährten Stefano Garzelli.
Beide hatten sich acht Kilometer vor dem Ziel von einer sechsköpfigen Spitzengruppe abgesetzt. Bei der Achterbahnfahrt durch die belgischen Ardennen hatten auch deutsche Profis Akzente gesetzt. Der 22-jährige Nürnberger Matthias Kessler, Telekom-Entdeckung des vergangenen Giro d`Italia, belegte einen guten sechsten Rang. «Matthias fuhr ein Super-Rennen. Was er kann, wissen wir ja schon seit dem letzten Giro. Für Winokurow kam die Attacke noch zu früh. Er dachte, dass sich noch ein weiterer Vorstoß ergeben würde», sagte Teamchef Rudy Pevenage.
Der mit großen Hoffnungen gestartete Kasache Alexander Winokurow, der Sieger von Paris-Nizza, hatte in der entscheidenden Phase 28 km vor dem Ziel den Anschluss verpasst und erreichte bei dem seit 1894 gefahrenen Frühjahrs-Klassiker das Ziel im Hauptfeld als Zehnter. Dietrich Thurau hatte 1979 als letzter deutscher Profi Lüttich- Bastogne-Lüttich gewonnen.
Andreas Klöden, der in dieser Saison noch nicht viel gezeigt hat, spielte lange Zeit mit dem Franzosen Fabrice Salanson die Hauptrolle im Rennen. Nachdem der Franzose gleich nach dem Start erfolgreich attackiert hatte, heftete sich Klöden an seine Fersen. Nach 82 Kilometer hatten die beiden einen Vorsprung von 22 Minuten, der im Laufe des Rennens über zehn harte Anstiege allerdings schmolz.
88 Kilometer vor dem Ziel, nach einer Alleinfahrt von über 170 km fuhren die Ausreißer noch 8:48 Minuten vor dem Feld. Dann offenbarte Klöden Schwächen und fiel zurück. Der 22-jährige Salanson wurde 33 km vor dem Ziel an der Cote de la Redoute von einer 13-köpfigen Verfolgergruppe gestellt, in der auch Telekom-Routinier Udo Bölts (Heltersberg) fuhr. Jetzt begann die heiße Phase des Rennens.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der im Weltcup führende Belgier Johan Museeuw, vor einer Woche Jubiläumssieger des 100. Paris-Roubaix, das Rennen bereits aufgegeben. Der Italiener Marco Pantani, der sich 14 Tage vor Vergabe der letzten Wildcards durch eine gute Leistung bei den Organisatoren der Tour de France empfehlen wollte, stieg 58 km vor dem Ziel aus.
Am frühen Morgen vor dem Start hatte es bei 39 Fahrern - deutsche Teams wurden nicht getestet - Blutkontrollen ohne Beanstandungen gegeben. Das fünfte und nächste Weltcup-Rennen findet am kommenden Sonntag in den Niederlanden statt. Nach dem Amstel Gold Race, bei dem auch der Weltranglisten-Spitzenreiter Erik Zabel (Unna) dabei sein wird, geht der Wettbewerb bis August in die Sommerpause.
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