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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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23.04.2002 -
Melle (dpa) - In Melle bei Osnabrück beginnt an diesem Mittwoch die Jagd auf Grischa Niermann. Bei der 26. Auflage der Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt wollen mehrere Weltklasse- Fahrer den erneuten Gesamtsieg des Radprofis aus Hannover verhindern. «Die Rundfahrt ist noch besser besetzt als im Vorjahr», sagt der 26 Jahre alte Rabobank-Fahrer.
Niermann demonstriert im Vorfeld aber auch gesundes Selbstvertrauen: «Ich will zum zweiten Mal gewinnen und bin besser in Form als im Vorjahr. Deshalb zähle ich mich auch zu den Favoriten.»
Größte Konkurrenten auf den Gesamtsieg sind für Niermann der Franzose Laurent Jalabert, Bergkönig der vergangenen Tour de France, und der zweimalige Rundfahrt-Sieger Torsten Schmidt (Schwelm) vom Team Gerolsteiner. Die Karten wurden aber vor der ersten Etappe neu gemischt. Der Vuelta-Sieger Angel Casero, der die Spanien-Rundfahrt im Vorjahr gewann, benötigt auf dem Weg zum Giro d`Italia noch Rennkilometer. Deshalb nominierte das Team Coast den starken Spanier für die fünf Etappen auf Niedersachsens Straßen kurzfristig nach.
Auch ohne Jan Ullrich, auf dessen Teilnahme die Organisatoren bis zum Schluss hofften, will das Team Telekom eine gute Rolle spielen. Dafür sollen der italienische Bergspezialist Guiseppe Guerini, Jan Schaffrath und Bahn-Olympiasieger Robert Bartko sorgen. Lokalmatador Thorsten Wilhelms (Hannover) feiert nach längerer Verletzungspause ein Comeback im Rennsattel. «Gewinnen ist sicherlich noch nicht drin. Aber es tut gut, mal wieder eine Rückennummer am Trikot zu haben», sagte der schnelle Sprinter.
Bis zum Ziel am Sonntag in Bückeburg müssen die 120 Fahrer in 15 Teams insgesamt 852,3 Kilometer zurücklegen. Die Streckenführung weist 15 Bergwertungen im Harz, Elm und Weserbergland sowie 10 Sprintwertungen mit Zeitgutschriften für die drei besten Fahrer auf. Eine Vorentscheidung könnte beim Einzelzeitfahren am Samstag in Hannover fallen. «Die Strecke ist mit 14,8 Kilometer relativ lang», meinte Niermann, der aber auch die Schlussetappe mit dem Anstieg zur Schaumburg auf der Rechnung hat.
Der Radsport-Weltverband hat die Niedersachsen-Rundfahrt in die Kategorie 2,3 hoch gestuft. Deshalb fehlt erstmals eine Regionalmannschaft des Radsportverbandes Niedersachsen unter den Sportgruppen-Teams. Der Gesamtetat liegt mit rund 350 000 Euro etwas unter dem Rekord des Vorjahres (800 000 Mark). Das Land Niedersachsen hilft mit 100 000 Euro. Zuschüsse gibt es vom Landessportbund und von den Etappenstädten Melle, Einbeck, Wolfsburg, Duderstadt, Hannover und Bückeburg. Im Boot sitzen zudem fünf Sponsoren und zwei Medienpartner.
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