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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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26.05.2002 -
Neumarkt/Oberpfalz (dpa) - Michael Rich hat zum ersten Mal in seiner Karriere die Bayern-Radrundfahrt gewonnen und mit seinem Sieg den Hattrick von Favorit Jens Voigt verhindert. Der 32-Jährige aus Öschelbronn kam mit dem Hauptfeld ins Ziel und verteidigte damit seinen Vorsprung von 25 Sekunden auf Voigt, den Sieger der Jahre 2000 und 2001.
Die letzte Etappe gewann Erik Zabel. Der Telekom-Sprinter setzte sich auf dem 162,8 km langen Schlussstück der Rundfahrt von Marktredwitz nach Neumarkt in der Oberpfalz nach 3:53:08 Stunden im Spurt vor dem Dänen Michael Skelde durch und rehabilitierte sich damit für seine bislang mäßige Vorstellung.
Lange dominiert wurde die Schlussetappe von Jürgen Werner aus Zwickau. Der Fahrer vom Team Nürnberger setzte sich nach 40 km vom Feld ab und wurde erst vor dem letzten Anstieg kurz vor dem Ziel eingeholt. Rich konnte Werners Solofahrt in Ruhe verfolgen, denn in der Gesamtwertung spielte der Ausreißer keine Rolle mehr. Nach seiner Silbermedaille im Zeitfahren bei der WM 2000 und dem zweiten Platz bei der Bayern-Rundfahrt im gleichen Jahr, konnte der für das Team Gerolsteiner startende Württemberger erstmals bei einer größeren Rundfahrt das Gelbe Trikot auch nach der letzten Etappe überstreifen.
Auch am letzten Tag versuchte der Berliner Voigt mit seinen Kollegen von Credit Agricole vergeblich, den von Rich im Zeitfahren herausgefahrenen Vorsprung aufzuholen. Noch am letzten Anstieg zum 560 m hohen Fuchsberg attackierte Voigt, doch Rich konterte erfolgreich. Während für Rich die Bayern-Rundfahrt wohl der Höhepunkt des Jahres war, strebt Voigt bei der Tour de France noch höhere Weihen an.
Das Team Telekom blieb trotz des Zabel-Sieges hinter den Erwartungen zurück. Nach dem Erfolg von Rolf Aldag (Ahlen) auf der ersten Etappe hatten die deutschen «Vorzeigefahrer» nur noch wenig zu bestellen. Besonders Topsprinter Zabel - im Vorjahr noch vierfacher Etappensieger - kam nach drei Wochen Wettkampfpause lange nicht in Tritt und zeigte erst am Schlusstag seine Qualitäten. Offenbar nutzte der 31-Jährige die Rundfahrt nur zum langsamen Einrollen für die im Juli anstehende Tour de France.
Am Samstag hatte sich Zabel beim Spurt des Hauptfeldes sogar Nachwuchsfahrer Sebastian Siedler aus Gera geschlagen geben müssen. Die vorletzte Etappe hatte der Italiener Davide Casarotto gewonnen, ohne Gesamtsieger Rich in Gefahr bringen zu können.
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