Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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28.05.2002 -
Conegliano (dpa) - Bevor der 85. Giro d`Italia in die Dolomiten führt, hat Mario Cipollini zum vierten Mal zugeschlagen. Der 35-Jährige feierte seinen insgesamt 38. Tageserfolg beim Giro und kam dem Rekord seines Landsmanns Alfredo Bindas (41 Siege) weiter näher.
Cipollini gewann bei zum Teil strömenden Regen die 14. Etappe nach 156 km in Conegliano erneut im Massensprint. Anders als in der ersten Giro-Woche hatte der Aqua e Sapone-Kapitän keine große Gegenwehr mehr zu brechen, weil die meisten Topsprinter bis auf Alessandro Petacchi bereits zu Hause sind. Mustergültig von seinem Team in Position gebracht, siegte «Super-Mario» ohne Mühe.
Jens Heppner verteidigte erwartungsgemäß sein Rosa Trikot zum neunten - und wahrscheinlich letzten - Mal. Vor den großen beiden Dolomiten-Etappen gab es im Gesamtklassement an der Spitze keine Veränderungen. Heppner führt weiter mit 48 Sekunden vor dem Australier Cadel Evans und 1:06 Minuten vor Tyler Hamilton (USA).
Der bis dahin auf Platz vier rangierende Italiener Francesco Casagrande wurde ausgeschlossen. Er soll auf der 15. Etappe den Sturz des Kolumbianers John Fredy Garcia verursacht haben. Casagrande galt als Mit-Anwärter auf den Sieg.
Heppner prophezeite das Ende seiner «Rosa Zeit» für die nächste Etappe. «Da bin ich fällig. Auch mit guten Beinen könnte ich es nicht verteidigen», sagte der 37-Jährige im Hinblick auf die Königsetappe über 163 km von Conegliano nach Corvara über den Pordoi- Pass und drei weitere hochkarätige Steigungen in den Dolomiten. «Casagrande, Evans oder Hamilton werden mein Rosa Trikot übernehmen», sagte Heppner voraus, der zwar als passabler Kletterer gilt, im Hochgebirge gegen die Spezialisten aber keine Chance haben dürfte.
Vor dem Start der 15. Etappe waren alle 158 noch im Rennen befindlichen Fahrer einer Blut-Kontrolle unterzogen worden. Sonst ist das nur vor dem Start der drei großen Länder-Rundfahrten üblich. Die Besonderheiten des diesjährigen Giro haben die Veranstalter aber zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme veranlasst, nachdem im bisherigen Verlauf vier Fahrer des Dopings überführt worden sind. Kein kontrollierter Fahrer wies am Dienstag zunächst Auffälligkeiten auf.
Am Ruhetag hatte sich die Vereinigung der Berufsfahrer unter Leitung des ehemaligen Giro-Gewinners Francesco Moser darauf geeinigt, dass zukünftig Fahrer mit positiver A-Probe das Rennen verlassen müssen. Der Giro-Gewinner von 2000, Stefano Garzelli, war in der vergangenen Woche erst ausgeschieden, als auch seine B-Probe Spuren des verbotenen Probenecid aufgewiesen hatte.
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